Sitzplatzreservierungen können so richtig teuer sein

Notausgang-Reihen werden zum Teil besonders teuer verkauft.

Kabine einer Boeing 787-9 von Etihad Airways (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die meisten Fluggesellschaften bieten ihren Gästen kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen an. Je nach Airline gibt es dazu auch Extras wie früherer oder gar sofortiger Online-Check-In oder eben gar nichts. Ryanair und Wizzair setzen gar gemeinsam reisende Passagiere, die keine Sitzplätze erwerben, gezielt auseinander, um kurz vor dem Ausdruck der Bordkarte noch kostenpflichtig Sitze nebeneinander anzubieten.

Das Fachmedium "Reise & Preise" recherchierte die Zusatzgebühren der wichtigsten internationalen Airlines Richtung Asien und Australien in der Economy Class. Das wenig überraschende Ergebnis: Nur noch bei vier Gesellschaften - Asiana, Oman Air, Qatar Airways und Thai Airways - ist eine Sitzplatzreservierung grundsätzlich kostenlos. Andere Airlines wie Lufthansa und Condor verlangen dafür stets eine Gebühr.

Überprüft wurde die Preisgestaltung am Beispiel eines Fluges von Frankfurt nach Bangkok und zurück. Hier berechnet Condor für die Reservierung 40 Euro, Lufthansa nimmt 70 Euro und Swiss sogar 90 Euro für Familien, die besonders auf Sitzplatzreservierungen angewiesen sind, eine äußerst kostspielige Angelegenheit.

Kompliziert wird die Sachlage bei den Airlines, die mehrere Ecomomy-Ticket-Variationen anbieten: Bei einigen ist dann nur bei den billigen Tarifen die Reservierung kostenpflichtig. Emirates verlangt im "Saver"-Tarif beispielsweise stolze 100 Euro, weil sich die Gebühr für den Returnflug aus vier Flugsegmenten à 25 Euro zusammensetzt. Bei anderen Gesellschaften können in den billigsten Tarifklassen gar keine Sitze reserviert werden. Da muss der Kunde mit dem vorlieb nehmen, was übrig bleibt.

Richtig teuer wird eine Reservierung für diejenigen, die auf dem langen Flug ein bisschen mehr Platz haben möchten, um die Beine auszustrecken: Die sogenannten XL-Plätze - zumeist die an den Notausgängen - werden in der Regel teuer verkauft. Die Preisspanne reichte im Test von moderaten 122 Euro (Air India) bis zu horrenden 407 Euro (Etihad). Andere Fluggesellschaften wie Korean Air und Qatar Airways vergeben die Plätze an den Notausgängen wie früher nur am Check-in, weil sie sichergehen wollen, dass die Passagiere im Falle eines Falles auch dazu in der Lage wären, mitzuhelfen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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