Ryanair vor Abbau hunderter Stellen

Brexit und Max-Debakel machen bis zu 1.500 Jobs "überflüssig".

Michael O'Leary in Wien (Foto: Michael Csoklich).

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair plant als Folge des weltweiten Boeing-737-Max-Groundings den Abbau bis zu 1.500 Stellen. Firmenchef Michael O’Leary erklärte in einem an die Mitarbeiter gerichteten Podcast, dass man bereits jetzt 500 Piloten und 500 Flugbegleiter zu viel habe und für den Sommer 2020 weitere 600 Stellen nicht besetzen wird. Dies berichtet Bloomberg News, wobei die Fluggesellschaft die Echtheit des Videos bestätigte.

O’Leary führt weiters an, dass durch die Brexit-Hängepartie die Nachfrage auf dem Markt im Vereinigten Königreich, der für den Carrier als der wichtigste überhaupt gilt, weiterhin stark gedämpft ist. Primär würde sich allerdings das Max-Debakel negativ auf die Expansionspläne von Ryanair auswirken, denn bislang konnte man keine einzige Maschine übernehmen, benannte diese jedoch kürzlich eigenmächtig in Boeing 737-8200 um. In der Kommunikation verwendet man bevorzugt die Bezeichnung „Gamechanger“.

Jedenfalls rechnet der Firmenchef nicht damit, dass man im Sommer 2020 mit den geplanten 58 Einheiten dieses Typs fliegen kann. Michael O’Leary vermutet, dass Ryanair „maximal 30 Jets“ erhalten werde. Weiters hofft er, dass bis Ende August 2019 Klarheit darüber herrscht wann die Wiederzulassung erfolgt und wann Ryanair die erste Maschine übernehmen kann und auch einsetzen darf.

Die Folge dieser Maßnahmen sind auch Schließungen von Stationen, allerdings wurde nicht gesagt welche betroffen sind oder betroffen sein könnten. Hierzu verwies der Ryanair-Chef darauf, dass man versuchen wolle so wenige Stellen wie möglich abzubauen. Konkrete Zahlen nannte er allerdings nicht.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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