Ryanair und VC mit unterschiedlichen "Streik-Fazits"

Weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Boeing 737-800 (Foto: Patrick Kritzinger).

Am Donnerstag um 3 Uhr 00 endete die jüngste Streikrunde in den deutschen Stationen der Billigfluggesellschaft Ryanair. Während die Vereinigung Cockpit von "überwältigender Beteiligung" spricht, seiht die Airline die Situation gänzlich anders.

Wo es möglich war, federte Ryanair die Folgen des Streiks mit dem Einsatz von Managern, die über gültige Pilotenlizenzen verfügen, Honorar-Piloten und eigenes eingeflogenen Flugzeugführern ab. Dennoch kam es zu vielen Streichungen, die auch Flüge der Tochtergesellschaft Laudamotion betrafen, für die derzeit mit insgesamt zehn Boeing 737-800 im Rahmen eines ACMI-Vertrags geflogen wird.

Ein interessanter Umstand ist, dass Ryanair offiziell erklärte, dass man die betroffenen Fluggäste rasch entschädigen wird. Vor einigen Wochen weigerte sich das Unternehmen noch irgendwelche Kompensationsleistungen aufgrund von Streiks zu leisten, doch in Deutschland gibt es mittlerweile ein richtungsweisendes Gerichtsurteil, das eben feststelle, dass Streiks vermeidbar sind und vereinfacht gesagt unternehmerisches Risiko und keine höhere Gewalt darstellen.

Dass die Fronten zwischen Ryanair und der Vereinigung Cockpit verhärtet sind, zeigen insbesondere die widersprüchlichen Äußerungen der einzelnen Akteure. Vereinfacht gesagt schiebt man sich öffentlich gegenseitig den "Schwarzen Peter" zu. Die weitere Entwicklung bleibt auch unter dem Aspekt, dass die VC weitere Streikmaßnahmen nicht ausgeschlossen hat, abzuwarten.

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