Ryanair betreibt zehn von 19 Jets für Laudamotion

OE-LES kommt Ende Juli nach Wien zurück.

Airbus A320 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die Ryanair Holdings plc, Muttergesellschaft der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair, hält seit Anfang Mai die angekündigten 24,9 Prozent an der österreichischen Laudamotion. Laut Pflichtveröffentlichung im Amtsblatt der Wiener Zeitung beträgt das seitens des Teilhabers geleistete Gesellschafter-Stammkapital 37.350 Euro.

Niki Lauda hält weiterhin 75,10 Prozent über die NL Holding GmbH, die wiederum vollständig im Eigentum der Privatstiftung Lauda steht. Laut Pflichtveröffentlichung im Amtsblatt der Wiener Zeitung beträgt das geleistete Gesellschafter-Stammkapital 112.650 Euro.

Ryanair sicherte sich bereits vor einigen Wochen eine 75-prozentige Mehrheit an Laudamotion. Der entsprechende Antrag an die EU-Kommission soll in den nächsten Wochen eingebracht werden. Niki Lauda will über seine NL Holding GmbH mit 25 Prozent im Boot bleiben, wobei Michael O'Leary zuletzt sagte, dass auch auf diesen Viertelanteil bereits eine Option vereinbart worden wäre, die seitens der Iren in vier Jahren gezogen werden könnte.

19 Flugzeuge im Einsatz

Laut Laudamotion-Geschäftsführer Andreas Gruber betreibt die österreichische Fluggesellschaft derzeit neun Airbus-Jets selbst, während zehn Boeing 737-800 von Ryanair im Rahmen einer Wetleasevereinbarung betrieben werden. Weitere ACMI-Flugzeuge habe man nicht im Einsatz.


Wie die OE-LES genau gestaltet sein wird, wollte Laudamotion-Geschäftsführer Andreas Gruber (noch) nicht verraten (Foto: www.AirTeamImages.com).

Das letzte Flugzeug, das noch die vollständige Niki-Livery ("Fliegen-Lackierung") trägt, die OE-LES, wird voraussichtlich Ende Juli diesen Jahres nach Wien überstellt werden und in den kommerziellen Flugdienst bei Laudamotion gestellt werden. Der Jet, den Lufthansa gegen Ende des Vorjahres erwarb, wird derzeit bei Lufthansa Technik in Bukarest gewartet. Wie dieses Flugzeug gestaltet wird, wollte Andreas Gruber noch nicht verraten. Eine zeitnahe Umlackierung sei aber nicht angedacht, diese würde zu einem späteren Zeitpunkt Schritt für Schritt flottenweit vorgenommen werden.

Angesprochen darauf, ob Laudamotion für die Nutzung des Air-Berlin-Logos auf dem Leitwerk Lizenzgebühren zu entrichten habe, sagte Gruber: "Nein. Wir haben uns das ja nicht ausgesucht. Für Umlackierungen war schlichtweg nicht ausreichend Zeit." Dies gelte übrigens auch für ein eventuelles Niki-Logo auf dem Leitwerk der OE-LES, wobei - wie erwähnt - der optische Auftritt dieser Maschine noch nicht festgelegt wurde.

Autor: Jan Gruber
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Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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