Rückblick: München Riem

Vom Acker zum Flughafen zur Messestadt könnte es für den Münchner Stadtteil Riem heißen.

Riem liegt im Osten Münchens und beheimatete bis 1992 den internationalen Flughafen München.

Die Bauarbeiten des Flughafens verzögerten sich durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges ein wenig, jedoch eröffnete der Airport im Oktober 1939 nur leicht verspätet seine Pforten, und wurde wenig später bereits als Stützpunkt der Luftwaffe genutzt. Obwohl der der Airport durch seine militärische Funktion immer wieder Ziel von Bombenangriffen war, blieb der reguläre Flugbetrieb weiterhin bestehen. Erst im April 1945 wurden die Flughafenanlagen soweit zerstört das der Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte.

Tarom Ilyushin 14, - ca. 1963 by Artur Gagel (afm-news.de)
Tarom Ilyushin 14, - ca. 1963 by Artur Gagel (afm-news.de)

 

Sabena besuchte Riem oft mit ihren Convair 340, - ca. 1962, by Artur Gagel
Sabena besuchte Riem oft mit ihren Convair 340, - ca. 1962, by Artur Gagel

Martin Air Charter Convair CV-440 – ca. 1965, by Artur Gagel (afm-news.de)
Martin Air Charter Convair CV-440 – ca. 1965, by Artur Gagel (afm-news.de)

Lockheed Constallation der KLM in den 60ern, by Artur Gagel (afm-news.de)
Lockheed Constallation der KLM in den 60ern, by Artur Gagel (afm-news.de)

Mit der Landung einer DC-3 der Pan Am im April 1948 war München Riem der erste Flughafen nach Kriegsende der vollständig für den zivilen Flugverkehr freigegeben werden konnte.

Eine Constellation der Flying Tiger Line wartet während der Abfertigung – ca. 1960, by Artur Gagel (afm-news.de)
Eine Constellation der Flying Tiger Line wartet während der Abfertigung – ca. 1960, by Artur Gagel (afm-news.de)

Ein sehr trauriges Kapitel in der Geschichte des Flughafens stellt Flug „British European 609„ dar. Die Airspeed Ambassador der BEA war mit dem Team von Manchester United an Bord von Belgrad nach Manchester unterwegs. Der geplante Tankstop in München führte zur Katastrophe. Am 6. Februar 1958 konnte die G-ALZU bei ihrem dritten Startversuch durch ein Triebwerksproblem nur schwer an Höhe gewinnen, streifte ein Wohnhaus und wurde danach in mehrere Teile gerissen. Die Katastrophe kostete 23 Menschen das Leben, 21 wurden teilweise schwer verletzt. Der Unfall der „Busby Babes„ – so wurde Manchester United damals in Anlehnung an seinen Coach Matt Busby genannt – ging als „Munich Air Disaster„ in die Geschichte ein.

Doch dies war leider nicht das einzige Unglück am Flughafen Riem: eine Convair 340 der US Air Force streifte im Dezember 1960 die Paulskirche und stürzte daraufhin ab, 52 Menschen verloren ihr Leben.

Im Jahre 1969 erfolgte der Ausbau der Startbahn 07R/25L auf ihre endgültige Länge von 2.800 Metern. Für das Jet-Zeitalter war diese Maßnahme unerlässlich, bestimmten doch Caravelles, Boeing 707, Comets oder die alten Douglas Jets das Geschehen am Airport.

United Arab Airlines DH-106 Comet während ihrer Abfertigung am 17.6.1966 frühmorgens. – by Artur Gagel (afm-news.de)
United Arab Airlines DH-106 Comet während ihrer Abfertigung am 17.6.1966 frühmorgens. – by Artur Gagel (afm-news.de)

Enteisung gestern: Air France Caravelle – ca. 1968 by Artur Gagel (afm-news.de)
Enteisung gestern: Air France Caravelle – ca. 1968 by Artur Gagel (afm-news.de)

Cameroon Airlines, B707 beim Line-up – by Hans Gläser (afm-news.de)
Cameroon Airlines, B707 beim Line-up – by Hans Gläser (afm-news.de)

Heimspiel: Lufthansa B707 kurz vor dem Touch Down – by Hans Gläser, Oktober 1976 (afm-news.de)
Heimspiel: Lufthansa B707 kurz vor dem Touch Down – by Hans Gläser, Oktober 1976 (afm-news.de)

Bis 1972 führte Wulf-Dieter Graf zu Castell als Geschäftsführer den Flughafen. Der ehemalige Pilot enstammt der Castell Familie, heute sehr bekannt durch die Firma Faber-Castell.

Durch die größeren Flugzeuge stieg natürlich auch das Passagieraufkommen und überschritt bereits 1971 die 4-Millionen

Autor: Alexander Schwarz
Das ist der Kurztext zu Alexander Schwarz.

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