Privatair möchte wieder für Lufthansa fliegen

Fehler im operativen Management seien laut dem Präsidenten des Verwaltungsrates behoben worden.

Boeing 737-700 von Privatair (Foto: www.AirTeamImages.com).

Trotz der jüngsten Meldungen rund um Privatair ist das Management der Schweizer Fluglinie hinsichtlich der Zukunft des Unternehmens zuversichtlich: Wie der Präsident des Verwaltungsrates der Privatair SA Thomas Limberger im Interview mit dem Aerotelegraph erklärte, befinde man sich mit der Umstrukturierung auf dem richtigen Weg. Die Grundursache für die aktuellen Probleme sieht Limberger, dessen Silver Arrow Capital Group 51 Prozent an Privatair besitzt, in Problemen aus der Vergangenheit: "Als wir Ende 2016 die Aktienmehrheit von Privatair übernahmen, war die Gesellschaft in jeder Hinsicht ein Restrukturierungsfall. Sie hatte Jahre operativer Verluste hinter sich. Wir wussten, dass operativ viel verändert werden muss und die Gesellschaft finanzielle Unterstützung benötigen würde."

Seit Ende 2016 seien wesentliche Weichen gestellt worden, um die operative Tragfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. "Privatair wurde von den Aktionären mit zusätzlich mehr als 25 Millionen Franken unterstützt, um die finanzielle Restrukturierung voranzutreiben. Es dauert jedoch noch eine Weile, bis die Restrukturierung vollständig abgeschlossen ist", so Limberger. Der Zahlungsbefehl der zur Konkurseröffnung geführt hat, sei "auf einem administrativen Fehler, der bereits korrigiert wurde" beruht, so der Verwaltungsratspräsident.

Die Lufthansa-Flüge von Frankfurt nach Pune - Austrian Aviation Net berichtete - möchte Privatair jedenfalls wieder aufnehmen. Die Ursache dafür, dass diese Zusammenarbeit beendet wurde, seien Fehler im operativen Management gewesen, die man bereits behoben habe. "Privatair ist nun ohne Einschränkung wieder in der Lage, für Lufthansa zu fliegen. Wir befinden uns in engem Austausch mit Lufthansa und sind zuversichtlich, den Flugbetrieb für Lufthansa bald wieder aufzunehmen", so Limberger.

Als wichtiger Teil der Zukunftsstrategie von Privatair soll die Kundenbasis künftig breiter aufgestellt werden, um unabhängiger zu sein. "Vielversprechende Gespräche mit Neukunden sind im Gange. Zudem haben wir endlich das richtige Management-Team am Start, mit dem wir die Pläne realisieren werden", erklärte Limberger im Interview mit dem Aerotelegraph.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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