Preiserhöhungen beim Gepäck: Lufthansa fällt hinter Eurowings und Condor zurück

Mobil in Deutschland e.V. bewerten zum siebenten Mal Flüge zwischen Deutschland und Palma.

Foto: Mobil in Deutschland e.V.

Im Mallorca-Verkehr muss Lufthansa ihrer Tochter Eurowings vortritt gewähren. Im neuen "Flugatlas" von Mobil in Deutschland e.V. zieht der Low-Coster an der Kranich-Airline auf Platz eins vorbei. Im letzten "Flugatlas" 2017 belegte Eurowings noch den fünften Platz. 

Ebenfalls wieder mit an der Spitze findet sich Condor. Die deutsche Thomas-Cook-Tochter teilt sich mit Eurowings den ersten Platz im Ranking. Dahinter folgen Norwegian und Ryanair.

Bewertet hat Mobil in Deutschland e.V. zum siebten Mal mehrere Flüge ab deutschen Airports nach Palma de Mallorca. Kriterien waren neben den Preis und der Auswahl an angebotenen Verbindungen auch unter anderem die Kosten für (Über-)Gepäck und Essen an Bord sowie der Sitzabstand. Untersucht wurden Lufthansa, Eurowings, Condor, Ryanair, Easyjet, Norwegian, Tuifly, Vueling und Lauda. 

"Lufthansa hat kein Herz für Sportler"
Dabei zeigte sich auch: Ein günstiger Flug ist oftmals nicht immer die beste Wahl. "Besonders, wenn man zusätzlich zum Flug noch weitere Anforderungen wie Sportgepäck oder Kinder mitbringt", heißt es im "Flugatlas 2019". Bei Condor und Eurowings stimme fast alles - sie hätten in jedem Punkt überzeugen können.

Lufthansa hingegen verschlechtert sich in einigen Punkten, wie zum Beispiel bei verschiedenen Preiserhöhungen bei Sport- oder Übergepäck. "Kein Herz für Sportler hat anscheinend Lufthansa, anders kann man die unsportliche Gebührenerhöhung von 50 Euro auf 80 Euro pro Strecke für die Beförderung von Sportgepäck wohl nicht erklären", so Verein-Vizepräsident Ralf Baumeister. Die Kosten beim Kranich seien 60 Prozent Preiserhöhung im Vergleich zum letzten Flugatlas von 2017.

Norwegian mit kostenfreiem WLAN
Ryanair und Norwegian können mit günstigen Preisen für Flug sowie Sondergepäck, transparenten Handgepäcksbestimmungen und kostenfreiem WLAN punkten. Der skandinavische Low-Coster war von den untersuchten Airlines der einzige mit einer Gratis-Onlineverbindung auf allen Flügen. 

Die übrigen Airlines mussten vor allem wegen einem Punkt Abzüge hinnehmen: fehlende Möglichkeit zur Umbuchung oder Stornierung. "Ein günstiger Flug ist am Ende eben doch nicht immer der Beste. Es lohnt sich also auf jeden Fall, verschieden Airlines miteinander zu vergleichen um das für sich beste Angebot zu wählen."

Eine genaue Übersicht im PDF-Format kann unter diesem Link heruntergeladen werden.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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