Powdair: Nun ist auch Backbone pleite

Stadt und Flughafen Sion versenkten Geld in nichtfliegender Briefkastenfirma.

Mit Bombardier CRJ-200 hätte Backbone für Powdair fliegen sollen, doch dazu kam es nie (Foto: www.AirTeamImages.com).

Nachdem Powdair erwartungsgemäß nie abgehoben ist, gibt es einen weiteren Kollateralschaden zu vermelden, denn Backbone, die eigentlich die Flüge durchführen sollte, erhielt laut eigenen Angaben seit November 2017 kein Geld mehr von der irischen Briefkastenfirma. Die Folge ist nun, dass Backbone selbst pleite ist.

Die Argauer Zeitung schreibt gar, dass die Stadt Sion und der Flughafen Sion gemeinsam 175.000 Franken in Powdair "versenkten". Das Geld soll nun weg sein und laut Powdair-Chef Nick Davis, den die Argauer Zeitung zitiert, ins Marketing geflossen sein.

Die Verantwortlichen von Backbone und Powdair machen sich übrigens gegenseitig Vorwürfe, dass die jeweils andere Seite naiv gewesen wäre. Nick Davis will jedenfalls in 2018 abheben, jedoch angesichts seiner wenig ruhmreichen Vorgeschichte und den bislang wenig vertrauenswürdigen Abläufen bei Powdair, ist dies äußerst unwahrscheinlich. Doch spart er nicht mit Sarkasmus: Jenes Geld, das Stadt und Flughafen Sion investiert hätten, hätten Sion ja weltbekannt gemacht...

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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