Österreichs Piloten kritisieren EASA

Foto: AirTeamImages.com

Die Austrian Cockpit Association (ACA) kritisiert den von der EASA gestern vorgelegten Gesetzesentwurf für neue Flug-, Dienst- und Ruhezeitregeln für Piloten. Um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, seien weitere Korrekturen nötig, so die Interessensvertretung.

Der Präsident der ACA, Bernd Hechenegger: "Es gibt ausreichend wissenschaftliche Erkenntnisse, wie die Arbeits- und Ruhezeit geregelt sein muss, damit ausgeruhte und wache Piloten ihre Passagiere sicher ans Ziel bringen können." Die EASA ignoriere das in dem Gesetzesvorschlag.

Die EASA, die Flugsicherheitsagentur der Europäischen Union, musste den Gesetzesvorschlag bereits zum zweiten Mal überarbeiten. Der erste Vorschlag aus 2010 wurde als fehlerhaft kritisiert. Laut Hechenegger enthält der neue Entwurf eine Anzahl wichtiger Verbesserungen.

Aber die überlangen Arbeitszeiten bei Bereitschaftsdiensten seien für die Pilotenvertretung noch immer ein Grund zur Besorgnis. „Wenn das nicht geändert wird, könnte ein Pilot in die Lage kommen, ein Flugzeug nach 20 Stunden ohne Schlaf sicher landen zu müssen“, warnt Hechenegger.

Die ACA wirft der EASA vor, sich den wirtschaftlichen Interessen der Airlines gebeugt zu haben. „Es darf nicht sein, dass der Profit der Luftfahrtlobby mehr zählt als die Sicherheit der Passagiere“ heißt es in der Pressemitteilung der ACA.

Autor: Roman Payer
Das ist der Kurztext zu Roman Payer.

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