Norwegian: IAG verzichtet auf feindliche Übernahme

Ryanair deutet vages Interesse an.

Boeing 737-Max (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die International Airlines Group (IAG) verzichtet nun offenbar auf eine mögliche feindliche Übernahme. Konzernchef Willie Walsh kündigte dies gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters an. So Norwegian nicht gekauft werden wolle, würde man nichts feindliches tun. Das wäre nicht seine Art, so Walsh.

Hintergrund dürfte jedoch sein, dass sich für Norwegian weitere mögliche Käufer aufgetan haben und sich im Falle einer feindlichen Übernahme ein Bieterkampf entwickeln könnte. Dies würde sich für die IAG finanziell ungünstig auf einen möglichen Kaufpreis pro Aktie auswirken.

Zuletzt spekulierten norwegische Medien gar, dass sich Ryanair und die IAG zu einem Konsortium zusammenschließen könnten. In diesem Szenario spekuliert man, dass die Norwegian-Langstrecke unter dem Label Level in der International Airlines Group aufgehen könnte, während die Kurz- und Mittelstrecke bei Ryanair unterkommen könnte. Allerdings handelt es sich bei diesen lokalen Medienberichten lediglich um Spekulationen.

Ryanair-Chef Michael O'Leary macht sich bereits seit einigen Jahren regelrecht über Norwegian lustig und bezeichnete das Unternehmen nicht nur einmal als potentiellen Pleitekandidaten. Zuletzt machte er jedoch vage Andeutungen, dass der Einstieg bei Laudamotion nicht die letzte Übernahme gewesen sein könnte.

Autor: Jan Gruber
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Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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