Niki: Wien plant Arbeitsstiftung

Stadträtin Renate Brauner hofft dennoch auf eine Betriebsnachfolge.

Foto: Michael Csoklich.

Die Insolvenz der österreichischen Ferienfluggesellschaft Niki könnte dazu führen, dass kurzfristig rund 1.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Wiener Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner bringt nun eine Arbeitsstiftung ins Spiel.

"Selbstverständlich hoffe ich, dass es in irgendeiner Form eine Betriebsnachfolge gibt und die Arbeitsplätze erhalten bleiben können. Das ist auch von großer Bedeutung für den Tourismus generell und insbesondere für den Standort Wien. Wenn aber alle Stricke reißen, stehen wir für die Wiener MitarbeiterInnen mit der Insolvenzstiftung des waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds) bereit. Wir können damit den betroffenen Wiener MitarbeiterInnen für einen beruflichen Neustart ganz konkret unter die Arme greifen. Sie haben in diesem sozial abgesicherten Rahmen die Möglichkeit, sich beruflich neu zu orientieren und werden bei berufsbezogener Weiterbildung auch entsprechend unterstützt und begleitet", so Renate Brauner in einer Aussendung.

Neben der individuellen Begleitung bei der beruflichen Neu- und Umorientierung bietet die Arbeitsstiftung vor allem die Möglichkeit zur Aus- und Weiterbildung für einen Zeitraum von bis zu 4 Jahren. So ist es auch möglich, etwa ein Fachhochschulstudium zu absolvieren. Im Falle von Insolvenz wird die gesamte Stiftungsteilnahme inklusive Aus- und Weiterbildung vom Land Wien finanziert. Die StiftungsteilnehmerInnen werden selbstverständlich auch bei der Jobsuche aktiv unterstützt.

Alle StiftungsteilnehmerInnen bekommen während der Stiftungsteilnahme „Stiftungsarbeitslosengeld“, das dem Arbeitslosengeld entspricht und vom AMS finanziert wird, mit dem der waff bei diesen Aktivitäten engstens kooperiert. Bei den Stiftungsmaßnahmen arbeitet der waff außerdem intensiv mit den BetriebsrätInnen und den Gewerkschaften zusammen.

"So können wir den Rettungsschirm Arbeitsstiftung über alle aufspannen, die ihn brauchen", versichert Brauner. "Insgesamt haben wir mit der Insolvenzstiftung, in den letzten 5 Jahren 275 betroffenen MitarbeiterInnen für einen beruflichen Neustart unterstützt, etwa jene von Zielpunkt, Dayli/Schlecker, Alpine Bau, Niedermeyer, DiTech, oder Don Gil. Wien stellt übrigens für Insolvenzopfer ein ständiges Stiftungsangebot zur Verfügung."

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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