Niki-Übernahme: Lufthansa gibt Slots ab

Entscheidung fällt bis 21. Dezember 2017.

Airbus A321 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Nachdem die EU-Kommission deutlich signalisierte, dass sie die Übernahme der österreichischen Ferienfluggesellschaft Niki nicht durchwinken werde, soll Lufthansa nun angeboten haben diverse Slots an größeren Flughäfen zu Gunsten von Mitbewerbern abzugeben. Dies teilte eine mit der Sache vertraute Person gegenüber der DPA mit.

Die Deutsche Lufthansa AG reichte den Kauf von Niki, LGW und Jets von Air Berlin nicht jeweils einzeln ein, sondern als Paket. Offenbar ging man davon aus, dass die bisherige öffentliche Rückendeckung der deutschen Bundesregierung dazu führen würde, dass die Zukäufe ohne Auflagen bewilligt werden könnten. Die EU-Kommission sieht dies allerdings gänzlich anders.

Durch die Einreichung von Vorschlägen für Auflagen - die Abgabe von Slots - bewirkte Lufthansa zunächst, dass die Entscheidungsfrist der EU-Kommission bis zum 21. Dezember 2017 verlängert wurde. Weder der Kranich-Konzern, noch die EU-Wettbewerbshüter wollten eine Stellungnahme abgeben. Bestätigt wurde lediglich, dass seitens Lufthansa form- und fristgerecht eine Eingabe getätigt wurde.

Laut unbestätigten Gerüchten sollen insbesondere Niki-Slots Teil des Vorschlags an die EU-Kommission sein. Dies soll insbesondere die Start- und Landerechte in Düsseldorf, Berlin-Tegel und Palma de Mallorca betreffen, wobei es hierfür keine offizielle Bestätigung gibt.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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