Niki: IAG einziger verbliebener Bieter?

Bereits in den nächsten Tagen soll der letzte verbliebene Bieter einen Kaufvertrag für die insolvente österreichische Ferienfluggesellschaft vorlegen. Bei jenem Interessenten soll es sich um die IAG, Muttergesellschaft der British Airways und Iberia, handeln, die sich vor allem für die Landerechte der Airline in Spanien begeistern kann. Niki Lauda ist nach eigenen Angaben nicht mehr im Rennen um seine Niki.

Foto: AirTeamImages.com

Von vier Bietern ist nun nur noch einer im Rennen. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter der österreichischen Ferienfluggesellschaft Lucas Flöther mitteilte, werde ab sofort nur noch mit einem einzigen Interessenten weiterverhandelt. Dies habe der Gläubigerausschuss bei einer Sitzung am Donnerstag beschlossen, berichtet der "ORF".

Um welchen potentiellen Käufer es sich hierbei handelt, wurde nicht verlautbart. Fest steht nur, dass es nicht Unternehmensgründer Niki Lauda ist. Letzterer hatte alleine ein Gebot für einen Teil der Niki abgegeben, während der Reiseveranstalter Thomas Cook den Rest übernehmen wollte, wurde aber schriftlich informiert, dass er den Zuschlag nicht erhalten habe. Lauda befürchtet nun eine komplette Zerschlagung der Niki und einen Konkurs des Unternehmens.

Laut der deutschen Presseagentur "dpa" soll es sich beim verbliebenen Bieter um die IAG, Muttergesellschaft der British Airways und Iberia, handeln. Jene Gruppe, zu der unter anderem auch die spanische Low-cost Airline Vueling gehört, könnte sich vor allem die Landerechte in Spanien, allen voran in Palma de Mallorca, unter den Nagel reißen wollen. Welche Rolle Niki aber genau in der IAG spielen könnte, ist noch ungewiss. Ein endgültiger Kaufvertrag soll noch in den nächsten Tagen vorgelegt werden. Wie die deutsche "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Verhandlerkreise berichtet, möchte die IAG rund 40 Millionen Euro für Niki bezahlen.

Ein finanzstarker Konzern als Investor kommt der einst zweiten österreichischen Airline sicherlich gelegen. Zwar seien die Dezember-Gehälter der Beschäftigten gesichert, die Zahlungen müssten im neuen Jahr allerdings nahezu fließend vom neuen Eigentümer übernommen werden. Nachdem eine Übernahme durch die deutsche Lufthansa Mitte Dezember von Brüsseler Wettbewerbsbehörden verhindert wurde, steht der Flugbetrieb bei der insolventen Niki still.

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