Neue Hoffnung für Small Planet Deutschland

Neustart mit stark verkleinerter Flotte wird angestrebt.

Airbus A320 (Foto: www.AirTeamImages.com).

Die SF Aviation Holding BV, Eigentümerin der VLM Brussels, die aus Thomas Cook Airlines Belgium hervorging, unterfertigte Mitte vergangener Woche einen Kaufvertrag über den Erwerb von Small Planet Airlines Deutschland. Der Kaufpreis muss laut einer mit der Sache vertrauten Person noch diese Woche überwiesen werden.

Zwischenzeitlich wurden sämtliche Maschinen, mit einer Ausnahme, bereits an die Leasinggeber zurückgegeben. Auch wurden weite Teile der Small-Planet-Deutschland-Belegschaft bereits gekündigt, so dass ein möglicher Neustart allenfalls in stark verkleinerter Form stattfinden könne.

Offizielle Angaben zu den Plänen, die SF Aviation Holding BV mit Small Planet Airlines Deutschland verfolgt und unter welchem Brand der Marktauftritt erfolgen könnte, gibt es noch nicht. Die deutsche Fluggesellschaft verfügt derzeit weder über eine aktive Betriebsbewilligung, noch über ein aktives AOC. Beide Zertifikate sind ruhend gestellt und müssen nach den europäischen Vorschriften zunächst reaktiviert werden. Bei diesem Verfahren muss unter anderem die finanzielle Leistungsfähigkeit gegenüber dem Luftfahrtbundesamt nachgewiesen werden.

Die polnische Konzernschwester, die ebenfalls in die Insolvenz flog, stellte vor wenigen Tagen ebenfalls den Flugbetrieb ein. Ob es für diese Kaufinteressenten gibt, ist derzeit nicht bekannt. Auch musste bei der litauischen Muttergesellschaft die Flotte verkleinert werden. Diese befindet sich auch in einem Insolvenzverfahren.

VLM Brussels ging aus Thomas-Cook-Airlines-Belgium hervor und wurde Anfang des Jahres von SHS Antwerp Aviation getrennt. Während VLM Brussels - nun im Eigentum der SF Aviation Holding BV - weiterhin fliegt, mussten die SHS-Flugbetriebe VLM Slovenia und SHS Aviation (trading as VLM) ihre Flugbetriebe einstellen und befinden sich in Liquidation. Ein Zusammenhang zwischen VLM Brussels und den einstigen Schwestergesellschaften besteht - abgesehen vom Firmennamen - nicht.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Austrian Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Austrian Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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