Nach C Series: Bombardier verkauft Q Series

Die Turboprop-Sparte geht an eine Tochter der Longview Aviation Capital Corporation.

Foto: Bombardier

Besondere Umsatzbringer sind die CRJ und Q Series bei Bombardier wohl nicht mehr: Im letzten Quartal wurden ganze fünf Flugzeuge ausgeliefert und elf Maschinen bestellt. Nach dem Teilverkauf der C Series vor ein paar Monaten trennt sich der kanadische Konzern nun auch von der Turboprop-Sparte: Die Dash-Reihe sowie die Marke deHavilland geht zum Preis von $ 200 Millionen an eine Tochter der Longview Aviation Capital Corporation, wie Bombardier mitteilte. Die Longview-Tochter Viking hält bereits jetzt die Typenzertifizierungen für eine Reihe von deHavilland-Flugzeugen.

Der Bombardier-Konzern möchte sich von einigen "Non Core Assets" trennen und außerdem die Organisationsstruktur verschlanken - obwohl das Unternehmen "die beste Quartals-Performance seit Jahren" verzeichnen konnte. Neben dem Verkauf der Q Series trennt man sich auch von den Trainingsorganisationen für Business Jets und Technik, die um $ 800 Millionen an CAE gehen. Insgesamt 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen Bombardier verlassen.

Der Erstflug der Q400 erfolgte vor 21 Jahren - bis dato wurden mehr als 600 Exemplare bestellt. Austrian Airlines ist einer der größten Betreiber in Europa und setzt derzeit 18 Maschinen des Typs ein - allerdings denkt man auch schon laut über das weitere Schicksal dieser Teilflotte nach, wie sowohl Aufsichtsratschef Harry Hohmeister als auch CEO Alexis von Hoensbroech erklärt haben.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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