Montpellier: Ryanair muss 8,5 Millionen Euro zurückzahlen

EU-Kommission erklärte Beihilfen für rechtswidrig.

Foto: Jan Gruber.

Die EU-Kommission verfügte, das die irische Billigfluggesellschaft Ryanair 8,5 Millionen Euro an nun für rechtswidrig erklärten Beihilfen an Frankreich zurückzahlen muss. Die entsprechende Vereinbarung mit dem Tourismusverein APFTE und dem Carrier im Zusammenhang mit Montpellier würden laut Mitteilung der Behörde gegen EU-Recht verstoßen, da sie dem Carrier, aber auch dem Airport einen ungerechtfertigten Vorteil verschafft haben sollen.

Die Kommission wurde allerdings nicht proaktiv tätig, sondern wurde durch eine Beschwerde eines Mitbewerbers auf diese aufmerksam. Das Prüfverfahren ist nun abgeschlossen und Ryanair wird zur Kasse gebeten. Allerdings steht dem Unternehmen ein Rechtsmittel zu und aufgrund der bisherigen Praxis in vergleichbaren Fällen – beispielsweise Klagenfurt – ist es anzunehmen, dass die Iren gegen die Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter klagen werden. Ryanair fliegt übrigens seit Anfang des zweiten Quartals 2019 den Flughafen Montpellier überhaupt nicht mehr an.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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