Medien: Germania soll noch auf Geldeingang warten

Laut Tageszeitung "Die Welt" soll das zugesagte Geld noch nicht eingegangen sein.

Airbus A319 "Spirit of Dr. Hinrich Bischoff" (Foto: www.AirTeamImages.com).

Laut einem Bericht der Tageszeitung "Die Welt" soll die deutsche Ferienfluggesellschaft Germania das notwendige Millionen-Euro-Investment noch gar nicht erhalten haben. Geschäftsführer Karsten Balke erklärte am 19. Jänner 2019 in einer Medienaussendung: "Hinsichtlich unserer Finanzierungsbemühungen haben wir heute eine wichtige Zusage erhalten. Insgesamt geht die Unterstützung damit über den angestrebten Betrag von 15 Millionen Euro deutlich hinaus. Die entsprechenden Mittel sollen uns in der nächsten Woche zufließen.“

"Die Welt" berichtet nun, dass das zugesagte Geld noch nicht auf den Konten der Germania eingetroffen ist. Ein Firmensprecher erklärte dazu gegenüber der Tageszeitung: "Die Germania Fluggesellschaft befindet sich, wie bereits kommuniziert, in einem Finanzierungsprozess. Diese Phase dauert an, zum Stand der Entwicklung machen wir aktuell keine weiteren als die bislang getätigten Aussagen."

Da sich Germania in keiner Form zur Herkunft der Zusage äußerte, kamen bereits Spekulationen auf, dass diese von der Witwe des verstorbenen Firmengründers Hinrich Bischoff stammen soll. Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es jedoch weder von der Familie, noch von der Fluggesellschaft. Ebenso gibt es Indizien dafür, dass die Finanzierungszusage aus dem Bereich der Touristik stammen könnte, jedoch ist auch dies lediglich eine Spekulation, da sich die Airline dazu generell nicht weitergehend möchte.

Die Nachfrage soll bei Germania jedoch konstant hoch sein, denn verschiedene deutsche Reisebüros berichten gegenüber Aviation Net, dass die Buchungslage bei Germania sehr gut wäre und viele Maschinen - insbesondere in Richtung Palma de Mallorca - im Sommerflugplan 2019 bereits heute ausgebucht wären. Zahlreiche Kunden würden explizit Reisen mit Germania-Flügen buchen, da die Mitnahme von Gepäck - im Gegensatz zu anderen Anbietern auf der Linie - kostenfrei ist.

Jene Lösung, die Germania gefunden hat, muss aus Sicht von Eigentümer Karsten Balke jedoch eine sehr tragfähige sein, denn wie Aviation Net in Erfahrung bringen konnte, wurden kurz vor der Pressemitteilung vom 19. Jänner 2019 Gespräche mit anderen Interessenten abgebrochen. Man habe eine gute Lösung für Germania gefunden, lautete die Begründung, die Kaufinteressenten erhalten haben wollen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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