Malta Air: Ryanair plant neue Marke

Nach Lauda und Buzz will der irische Low Cost Carrier eine Tochter in Malta launchen.

Malta ist eine äußerst beliebte Urlaubsdestination (Foto: Pixabay/kirkandmimi).

Wer künftig nach Malta fliegt, könnte verwirrt werden: Neben der staatlichen Air Malta soll es nämlich bald eine Malta Air geben. Und dabei wird - neben dem maltesischen Staat - auch Ryanair ihre Hände im Spiel haben. Laut der Zeitung "Sunday Times of Malta" soll Malta Air in Zukunft auf den 61 Routen des Billigfliegers ab dem Inselstaat fliegen. Die neue Fluglinie soll über zuerst zehn Flugzeuge verfügen - Ryanair hat aktuell fünf Maschinen in Malta stationiert.

Diese Flugzeuge sollen - neben anderen Maschinen aus der Ryanair-Flotte - in dem EU-Inselstaat registriert werden. Außerdem soll am Flughafen Luqa ein Maintenance-Betrieb aufgezogen werden. Im künftigen Headquarter möchte man in den nächsten drei Jahren rund 350 Menschen anstellen.

Malta Air soll dabei keine reine Ryanair-Tochter werden - der maltesische Staat soll über besondere Stimmrechte mit Veto-Möglichkeit verfügen. Das Engagement gehe man primär deswegen ein, weil Ryanair der wichtigste Carrier vor Ort sei und man eine gewisse Abhängigkeit verspüre, wurde eine Regierungsquelle von der "Sunday Times of Malta" zitiert. Die kleine Air Malta mit aktuell zehn Flugzeugen soll allerdings weiterhin bestehen bleiben - in welcher Form auch immer. So liebäugelt die Airline mit Airbus A321 auf die Langstrecke - AviationNetOnline berichtete.

Air Malta: Verwechslungsgefahr mit der künftigen Malta Air (Foto: www.AirTeamImages.com)?

Tatsächlich zählt Ryanair die meisten Passagiere in Malta: Im Vorjahr waren es 2,44 Millionen, gefolgt von Air Malta mit 2,03 Millionen und EasyJet mit 391 Tausend, Wizzair mit 351 Tausend und Lufthansa mit 310 Tausend Fluggästen. Die Low Cost Carrier insgesamt hatten 2018 im Malta einen Anteil von 53 Prozent der Passagiere. Malta gilt als beliebte Urlaubsdestination - AviationNetOnline Trips hat die Inselgruppe kürzlich vorgestellt.

Ryanair ist zuletzt von ihrem langjährigen Kurs einer einzelnen, starken Marke abgewichen und hat beispielsweise in die österreichische Lauda investiert. In Polen wird die bisherige Tochter Ryanair Sun künftig als Buzz starten.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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