Mali: Airbus muss Mineninvestition erklären

Eine Investition des Flugzeugbauers in eine Goldmine in Mali wird derzeit genau unter die Lupe genommen.

Foto: AirTeamImages.com

Eine ungewöhnliche Investition des europäischen Flugzeugbauers beschäftigt derzeit die Staatsanwaltschaft in Genf. So steckte Airbus 2012 15 Millionen Euro in eine brach liegende Goldmine im afrikanischen Staat Mali. Das Geld floss dabei über Konten auf den Virgin Islands, in Luxemburg, der Schweiz und Deutschland, berichtet der Nachrichtendienst „Bloomberg“.

Besonders der umständliche Geldfluss machte die Schweizer Staatsanwaltschaft skeptisch. Momentan wird in Zusammenhang mit derselben Goldmine noch in einem weiteren Korruptionsfall mit einem anderen Unternehmen ermittelt. Ob der Kauf von zwei gebrauchten Super Puma-Hubschraubern aus dem Hause Airbus durch die lokale Regierung mit der Investition zusammenhängt, wird ebenfalls untersucht. Das Geld soll aus einem Spezialfonds einer Airbus-Verkaufssparte stammen.

Vor drei Jahren verkaufte Airbus seine Anteile an der Mine, die inzwischen den Großteil ihres Wertes verloren hatten, wieder. Ein offizielles Korruptionsverfahren wurde noch nicht eingeleitet.

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