Lufthansa schickt A319 mit Europakabine auf die Langstrecke

Business Class Passagiere müssen sich mit "normalen" Sitzen begnügen.

Airbus A319 der Lufthansa. Widebodies können aufgrund der mit rund 2,5 Kilometer recht kurzen Runway in Pune nicht eingesetzt werden (Foto: Lufthansa).

Wer das Glück hat, auf einem Langstreckenflug in der Business Class Platz zu nehmen, darf sich in der Regel über ein recht komfortables Flugerlebnis freuen - bequeme Sitze, die sich zu einem Bett verwandeln lassen, erlesenes Essen oder auch ein umfangreiches Entertainment-System sind einige der "Goodies", die man bei zeitgemäßen Airlines auf einem Interkontinentalflug erwarten darf.

Wer allerdings für den rund 10-stündigen Lufthansa-Flug LH768 von Frankfurt nach Pune in Indien eincheckt, dürfte sich wundern: Auf dieser Verbindung, die am 1. November 2018 nach einer Pause wiederaufgenommen wird, kommt nämlich ein Airbus A319 zum Einsatz. Im Gegensatz zur früher auf der Strecke verwendeten PrivatAir-Boeing-737 verfügt dieser nicht über eine speziell adaptierte Langstreckenkabine. Fluggäste dürfen in einem "normalen" Airbus, der auch auf den Europa-Strecken zum Einsatz kommt, Platz nehmen.

Die Fünf-Sterne-Airline bestätigte dies gegenüber Austrian Aviation Net, nachdem unter anderem der Blog "One Mile at a Time" und der "Aerotelegraph" darüber berichtet haben. "Lufthansa hat sich im Sommer 2018 dazu entschieden, die Zusammenarbeit mit ihrem Wet-Lease-Partner PrivatAir aus operationellen und kommerziellen Gründen bis auf Weiteres auszusetzen", so eine Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion. Der A319 auf der Route sei allerdings eine Interimslösung, bis eine Entscheidung über die künftige Zusammenarbeit mit PrivatAir getroffen wird.

Die Passagiere auf der laut Lufthansa hoch nachgefragten Strecke werden sich sicher darüber freuen, wenn wieder Fluggerät der Schweizer Airline zum Einsatz kommen. Im Lufthansa-Airbus müssen die Economy-Passagiere auf den bekannt dünnen Europa-Sitzen und noch dazu ohne Inflight-Entertainment ausharren. Aber auch die Vielzahler im vorderen Bereich der Kabine dürften mit der Airbus-Lösung nicht wirklich viel Freude haben, wenn man die bequemen Lie-Flat-Sitze gewohnt ist. Aber immerhin: pro Business-Class-Passagier sind hier drei Plätze - wenn auch im Euro-Stil - vorgesehen. Und um zumindest online zu kommen sowie ein gewisses Grad an Unterhaltung zu genießen, hat Lufthansa ebenfalls vorgesorgt: "An Bord sollen Voucher für FlyNet angeboten werden sowie ein breites Angebot an Zeitschriften und Zeitungen", so die Sprecherin der Airline gegenüber Austrian Aviation Net.

Besonders prickelnd für die Passagiere dürfte übrigens der Rückflug sein - dieser wird als Nachtflug geführt und dauert darüber hinaus auch noch länger als die Hinreise. Ob hier - auch angesichts des Tankstopps in Baku auf beiden Flügen - an Nachtruhe gedacht werden kann, ist fraglich...

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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