Lufthansa-Gruppe mit Rekordergebnis

 Wachstumsmotor Netzwerkairlines. Eurowings soll heuer profitabel werden.

Lufthansa kann auf drei erfolgreiche Quartale zurückblicken (Foto: Martin Metzenbauer).

Die Lufthansa Group konnte ihre Umsätze in den ersten neun Monaten 2017 um 12,1 Prozent auf 26.761 Millionen Euro steigern (Vorjahreszeitraum: 23.870 Millionen Euro). Die Verkehrserlöse kletterten in diesem Zeitraum um 14,4 Prozent auf 21.360 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum 18.674 Millionen Euro). Die maßgebliche Ergebniskennzahl, das Adjusted EBIT, ist um 883 Millionen Euro auf 2.560 Millionen Euro gestiegen (Vorjahreszeitraum: 1.677 Millionen Euro). Damit konnte der Konzern sein Ergebnis gegenüber dem Rekordwert aus dem Vorjahr erneut deutlich verbessern.

Ergebnisturbo Netzwerkairlines
In erster Linie waren an diesem Ergebnis die drei Netzwerk-Airlines der Lufthansa Group - also Lufthansa Passage, Swiss und Austrian Airlines - beteiligt. Sie konnten ihren Umsatz im Zeitraum von Jänner bis September 2017 um 1.065 Millionen Euro auf 17.695 Millionen Euro steigern und ein Ergebnis von 1.947 Millionen Euro erzielen (Vorjahr 1.324 Millionen Euro). Die Marge lag in den ersten neun Monaten bei 11,0 Prozent, im dritten Quartal sogar bei 18,0 Prozent.

Dabei konnten alle Netzwerk-Airlines konnten ihr Ergebnis ausbauen, Lufthansa auf 1.405 Millionen Euro (Vorjahr 922 Millionen Euro), Swiss auf 442 Millionen Euro (Vorjahr 322 Millionen Euro) und Austrian Airlines auf 100 Millionen Euro (Vorjahr 79 Millionen Euro, Details hier).

Eurowings soll heuer profitabel werden
Die Punkt-zu-Punkt-Airlines Eurowings, Brussels Airlines und anteilig SunExpress haben ihre Umsätze inklusive der Konsolidierung von Brussels Airlines und dem Air Berlin-Wetlease in den ersten neun Monaten 2017 auf 3.031 Millionen Euro gesteigert und damit nahezu verdoppelt. Dabei haben sie ein deutlich positives Ergebnis von 145 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr -24 Millionen Euro). Die Stückkosten in dem Segment sind weiter deutlich rückläufig, im dritten Quartal um knapp 10 Prozent. "Wir erwarten, dass Eurowings bereits in diesem Jahr profitabel ist. Das ist ein Jahr früher als ursprünglich geplant", sagte Finanzvorstand Ulrik Svensson.

Ergebnisentwicklung der Airlines der Lufthansa Group im dritten Quartal 2017 (Quelle: Lufthansa Group)
1. Point-to-Point Airlines: Eurowings, Brussels Airlines und anteilig SunExpress

Durchwachsene Entwicklung bei den Aviation Services
Lufthansa Cargo konnte auf der Basis einer weiterhin positiven Nachfrageentwicklung in allen Regionen ihre währungsbereinigten Durchschnittserlöse im dritten Quartal um 10,6 Prozent steigern. Nach den ersten neun Monaten dieses Jahres summiert sich das Adjusted EBIT auf 98 Millionen Euro (Vorjahr -69 Millionen Euro).

Das Ergebnis von Lufthansa Technik ist im Neun-Monats-Zeitraum unter anderem aufgrund von Remanenzkosten durch die Schließung der Flugzeugüberholung in Hamburg sowie erhöhten Materialaufwand um 33 Millionen auf 333 Millionen Euro zurückgegangen (Vorjahr 366 Mio. Euro). Die LSG Group hat von Januar bis September ein um 14 Millionen Euro niedrigeres Ergebnis von 66 Millionen Euro erreicht (Vorjahr 80 Mio. Euro). Darin spiegeln sich laut Lufthansa die Kosten der fortlaufenden Restrukturierung wieder.

Vorausblick
Für das vierte Quartal wird eine leicht positive Entwicklung der währungsbereinigten Stückerlöse bei einem organischen Kapazitätswachstum von 5,5 Prozent erwartet. Die finanziellen Belastungen von 100 Millionen Euro aus Streiks im vierten Quartal des Vorjahres werden voraussichtlich nicht mehr anfallen. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit einem leichten Rückgang der um Treibstoff und Währungseffekte bereinigten Stückkosten bei den Passagierairlines im vierten Quartal. Die Treibstoffkosten für das Gesamtjahr werden (inklusive Brussels Airlines) bei 5,3 Milliarden Euro erwartet. Dies entspricht einem Kostenanstieg von circa 50 Millionen Euro im vierten Quartal (exklusive Brussels Airlines). Für die Aviation Services wird ein Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau vorausgesagt.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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