Lufthansa Group ändert Bestimmungen für Miles and More

Flugpreis zukünftig Basis für Höhe der Prämienmeilengutschrift.

Auch bei der AUA ändern sich die Vergaberichtlinien (Foto: Peter Unmuth).

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group ändern die Vergabe von Prämienmeilen an Teilnehmer des Vielflieger- und Prämienprogramms Miles & More. Die Höhe der Prämienmeilengutschrift richtet sich ab März 2018 nach dem Flugpreis, also dem Ticketpreis zuzüglich der von der jeweiligen Airline erhobenen Zuschläge, und dem Vielfliegerstatus der Programmteilnehmer. Bisher waren die Buchungsklasse beziehungsweise die Buchungsklasse und die Flugstrecke für die Höhe der Gutschrift ausschlaggebend. 

Miles & More Teilnehmer erhalten in Zukunft entsprechend ihres individuellen Buchungs- und Flugverhaltens vier bis sechs Prämienmeilen pro Euro. Die neue Vergabepraxis gilt für Flüge mit den Lufthansa Group Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels Airlines, Eurowings sowie für alle weiteren Miles & More Partnerairlines, sofern das Flugticket von einer Airline der Lufthansa Group ausgestellt wurde.

Das bedeutet im Einzelnen, dass Miles & More Teilnehmer auf Flügen mit den genannten Airlines in Zukunft grundsätzlich vier Prämienmeilen pro Euro sammeln. Teilnehmer mit Vielfliegerstatus erhalten auf Flügen mit Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines sowie United Airlines und Air Canada sechs Prämienmeilen pro Euro. Statusteilnehmer bekommen auf Flügen mit den Netzwerk-Airlines und den transatlantischen Joint-Venture Partnern dementsprechend einen Prämienmeilenbonus, der sich zudem von bisher 25 Prozent auf dann 50 Prozent verdoppelt. Gleiches gilt für die Fluggesellschaften Adria Airways, Air Dolomiti, Croatia Airlines und LOT Polish Airlines, deren eigenes Vielflieger- und Prämienprogramm Miles & More ist.

Auf Flügen mit Eurowings, Brussels Airlines und den weiteren Miles & More Partnerairlines bleibt der Prämienmeilenbonus wie bisher bei 25 Prozent, sodass Statusteilnehmer hier fünf Prämienmeilen pro Euro sammeln. Voraussetzung für die neue Prämienmeilenvergabe ist immer, dass die Flugtickets von einer Lufthansa Group Airline und nicht von einer anderen Fluggesellschaft ausgestellt wurden.

Die Vergabe von Statusmeilen basiert auch künftig maßgeblich auf der Flugstrecke, mit dem Vielfliegerstatus verbundene Privilegien bleiben bestehen. Auch soll die Umstellung grundsätzlich nichts an der Anzahl der Prämienmeilen, die von den Airlines insgesamt ausgegeben werden, und der Verfügbarkeit von Flugprämien ändern.

Mit der Umstellung setzt die Lufthansa Group auf ein variables System zur Vergabe von Prämienmeilen, das die Höhe der vergebenen Meilen an den Ticketpreis koppelt. Die derzeitige, von der Buchungsklasse beziehungsweise der Buchungsklasse und der Entfernung abhängige Prämienmeilenvergabe entfällt auf Flügen mit den Lufthansa Group Airlines weitestgehend. Prämienmeilen werden in Zukunft lediglich in Ausnahmefällen nach der bisherigen Praxis vergeben. Dazu kommt es nur dann, wenn Miles & More Teilnehmer mit einer Lufthansa Group Airline reisen, das Flugticket jedoch von einer Fremdairline ausgestellt wurde oder Bestandteil einer Pauschalreise ist. Wird der Flug bei einer der übrigen Miles & More Partnerairlines gebucht und von einer dieser Airlines durchgeführt, sammeln Teilnehmer Prämienmeilen ebenfalls wie bisher.

Die neue Vergabepraxis findet erstmalig zum 12. März 2018 Anwendung. Für Tickets, die bis diesem Datum gebucht werden, erfolgt die Meilenvergabe nach der bisherigen Praxis – auch, wenn die Reise am oder nach dem Stichtag angetreten wird. 

Die Höhe der pro Flug vergebenen Prämienmeilen wurde in der Vergangenheit wiederholt an die Entwicklung der Ticketpreise angepasst und insbesondere in den günstigen Buchungsklassen abgesenkt.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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