Lufthansa Group 2018: Swiss Klassenprimus, AUA abgeschlagen

Eurowings mit hohem Verlust.

Foto: Martin Metzenbauer

"2018 war erneut ein finanziell erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben das zweitbeste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Dies ist eine große Teamleistung aller 135.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lufthansa Group", freute sich Carsten Spohr, Vorstands­vorsitzender der Deutschen Lufthansa AG.

Der Umsatz der gesamten Gruppe stieg im Jahr 2018 um 6 Prozent. Belastet von der Erstanwendung des IFRS 15 lag der Umsatz auf berichteter Basis 1 Prozent über Vorjahr und erreichte 35,8 Milliarden Euro. Das Adjusted EBIT lag mit rund 2,8 Milliarden Euro leicht unter dem Rekordergebnis des Vorjahres - trotz um rund 850 Millionen Euro gestiegener Treibstoffkosten und deutlich höherer Kosten für Verspätungen und Flugausfälle.

Letztere stiegen um 70 Prozent auf 518 Millionen Euro. Zudem belasteten einmalige Aufwendungen für die Integration von Teilen der Air Berlin Flotte das Ergebnis der Eurowings mit 170 Millionen Euro. Damit betrug die Adjusted EBIT-Marge für die Lufthansa Group 7,9 Prozent (Vorjahr: 8,3 Prozent). Das Konzernergebnis ging leicht auf 2,2 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 2,3 Milliarden Euro).

Wenig profitable AUA, Eurowings mit hohem Verlust
Unter den Netzwerkairlines war Swiss abermals hochprofitabel und erreichte ein Adjusted EBIT von 593 Millionen Euro (plus 11 Prozent) und eine Adjusted EBIT Marge von 12,1 Prozent (Vorjahr: 11,3 Prozent). Lufthansa Passage schloss das Jahr 2018 mit einem Adjusted EBIT von 1.753 Millionen Euro (plus 5 Prozent) und einer Adjusted EBIT Marge von 11,0 Prozent (Vorjahr: 10,2 Prozent) ab. Abgeschlagen davon war Austrian Airlines: Das Adjusted EBIT lag 2018 bei 83 Millionen Euro (minus 11 Prozent) und die Adjusted EBIT Marge erreichte 3,8 Prozent (Vorjahr: 3,9 Prozent).

Finanzkennzahlen der Lufthansa Group 2018 (in Millionen Euro, Vergleich zu 2017, Quelle: Lufthansa Group).

Deutlich schlechter als das AUA-Ergebnis war aber noch das Segment Eurowings: Hier sank das Adjusted EBIT von 60 auf minus 231 Millionen Euro - demnach war die EBIT-Marge mit minus 5,5 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent) weit negativ. "Das Ergebnis von Eurowings stand im Jahr 2018 im Zeichen des Wachstumssprungs, den die Airline durch die Integration wesentlicher Teile der Air Berlin-Flotte machte. Das Ergebnis wurde insbesondere durch damit verbundene, einmalige Kosten in Höhe von rund 170 Millionen Euro belastet", hieß es von Lufthansa dazu.

2019: Jahr der Konsolidierung
Im heurigen Jahr will sich die Lufthansa Group "auf nachhaltiges, qualitatives Wachstum" konzentrieren. Der Konzern reduziert dazu das Kapazitätswachstum seiner Airlines noch einmal gegenüber seiner bisherigen Planung auf 1,9 Prozent im kommenden Sommer. Dennoch soll der Konzernumsatz im mittleren einstelligen Bereich steigen. Mit weiteren Kostensenkungen soll den erwarteten Mehrbelastungen aus höheren Treibstoffkosten bei den Airlines von insgesamt 650 Millionen Euro begegnet werden. Insgesamt erwartet der Konzern, dass die Adjusted EBIT-Marge im Jahr 2019 zwischen 6,5 und 8,0 Prozent liegen wird. Für Eurowings wird ein Ergebnis auf Break Even-Niveau erwartet.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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