LH-Vorstand Stefan Lauer: "Austrian wird Kosten weiter reduzieren müssen"

Foto: Lufthansa

In einem Interview mit der deutschen "WirtschaftsWoche" rechtfertigte Lufthansa-Vorstand und AUA-Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Lauer die Übernahme von Austrian Airlines. "Wir haben ja nicht aus irgendwelchen Launen heraus gekauft, sondern weil dies Teil unserer langfristigen Strategie ist", so Lauer auf die kritische Frage, ob er angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise den Zukauf nicht bereue.

Zu den hohen Kosten des AUA-Kaufs durch Schulden und zu erwartende Verluste in Höhe von vermutlich mehr als eine Milliarde Euro meinte Lauer, dass Austrian die Kosten weiter reduzieren müsse als zunächst geplant. In welchen Bereichen es zu den weiteren Kostensenkungen kommen soll, konkretisierte er allerdings nicht.

"Andererseits rechnen wir mit höheren Erlösen, weil wir gemeinsam, zum Beispiel unseren Firmenkunden, interessantere Angebote machen können," so der LH-Vorstand weiter. "Bis wir jedoch Geld verdienen, wird es noch einige Zeit dauern. Die tiefe Krise hinterlässt auch hier ihre Spuren."

Die Frage, ob es in Bezug auf die Langstrecke nicht billiger wäre, die Kunden aus den jeweiligen Ländern der Tochtergesellschaften nach Frankfurt zu fliegen als gleich die ganze Linie zu kaufen, meine Lauer: "Nein, das wäre in vielen Fällen nicht kundengerecht. In Zürich, Wien oder Brüssel gibt es ja Eigenbedarf für Langstreckenflüge. Zwar nicht immer ausreichend für ein weltweites Netz, aber die Nachfrage ist vorhanden."

(mm)

> Artikel in der "WirtschaftsWoche"

Special Visitors

Vueling / EC-MYC
Lufthansa / D-AIMI
Lufthansa / D-AIHC
AtlasGlobal / TC-AGL
Plus Ultra Líneas Aéreas / EC-MFB
Eurowings / D-ABDU
LOT - Polish Airlines / SP-LSD

Unsere Autoren

Martin Metzenbauer

Jan Gruber

Michael Csoklich

Robert Hartinger

Christoph Aumüller