Lehrergewerkschafter will Schülerkontrollen am Flughafen

Schulschwänzern soll damit der frühere Start in die Ferien vermiest werden.

Schüler sollen bis zum bitteren (Schuljahres-) Ende büffeln (Foto: Pixabay).

Die letzten Tage vor Schulschluss gelten nicht unbedingt als besonders lernintensiv. Das nützen Eltern offenbar schon gelegentlich aus, um mit ihren Kindern - unerlaubter Weise - etwas früher in den Sommerurlaub zu starten. Diesem Umstand möchte nun Lehrergewerkschafter Paul Kimberger einen Riegel vorschieben: "Man sollte in den Tagen vor Schulschluss auch am Flughafen schauen, wer sich dort aufhält. Das wäre sicher interessant", meinte Kimberger im Interview mit der Tageszeitung "Österreich".

Der Gewerkschafter nimmt sich dabei eine Aktion in Deutschland zum Vorbild, wo Polizisten rund um die Mai-Fenstertage Schulschwänzer aus Flugzeugen geholt hatten, die in der Schule statt in den Ferien hätten sein müssen. Auch in Österreich würden viele Familien wegen günstigerer Flugpreise und besserer Verkehrslage schon vor Schulschluss in den Urlaub aufbrechen - die Lehrergewerkschaft möchte dem nun ein Ende setzen.  Laut Kimberger sei die Dunkelziffer bei den Schwänzern vor Schulschluss außerordentlich hoch. Kimberger: "Dabei sollte es den Eltern eigentlich ein Anliegen sein, dass die Kinder in die Schule gehen, und sie nicht auch noch dabei unterstützen, dem Unterricht fernzubleiben."

"Stasi-Methoden"
Kritik daran kam von Seiten der FPÖ. Bildungssprecher Nationalratsabgeordneter Wendelin Mölzer sprach von "Stasi-Methoden", die klar abzulehnen seien. "Wir haben erst im Mai ein strengeres Vorgehen gegen Schulschwänzer mit dem Ziel beschlossen, Jugendliche gar nicht erst in ein Leben fernab des Unterrichts und des Lernens abdriften zu lassen. Durch die möglichen Geldstrafen soll auch den Erziehungsberechtigten ein Anstoß geschaffen werden, sich um den tatsächlichen Schulbesuch ihrer Kinder zu kümmern - diese Regeln sollen eine wirksame Präventivwirkung erzeugen. Jetzt aber mit der Polizei auf den Flughäfen aufzufahren und Ausschau nach Schulschwänzern zu halten, geht einfach zu weit - man sollte sich schon ein wenig auf die Verantwortung der Eltern gegenüber ihrer Kinder verlassen können. Neben dieser Eigenverantwortung, sollte ebenso der Unterricht auch gegen Schulende attraktiv für die Schüler gestaltet werden", erklärte Mölzer.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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