Laudamotion veröffentlicht erstmals Passagierzahlen

0,5 Millionen Fluggäste im August 2018.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Die österreichische Ryanair-Tochter Laudmotion beförderte im August 2018 rund eine halbe Million Fluggäste. Die Auslastung soll bei 92 Prozent gelegen haben. Vergleichswerte für den Vorjahreszeitraum liegen nicht vor, da das Unternehmen erst im Frühjahr diesen Jahres nach dem Zukauf von Niki-Assets den Passagierflugbetrieb aufgenommen hat. Zuvor war man als reiner Businessjet-Operator tätig.

Muttergesellschaft Ryanair beförderte im August 2018 rund 13,3 Millionen Passagiere, was im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat einen Zuwachs um fünf Prozent bedeutet. Die Auslastung soll laut der offiziellen Mitteilung bei 97 Prozent gelegen haben. Rechnet mit die Beförderungsleistung der Tochtergesellschaft Laudamotion dazu, so hatte man 13,8 Millionen Fluggäste und legte gegenüber dem Vorjahresmonat um neun Prozent zu.

Bedingt durch die Pilotenstreiks mussten im August 2018 insgesamt 550 Ryanair-Flüge gestrichen werden. Teilweise waren auch Laudamotion-Verbindungen betroffen, die im Rahmen eines ACMI-Abkommens durch die Muttergesellschaft durchgeführt werden.

"Die Passagierzahlen von Ryanair für August 2018, die zum ersten Mal die Passagierzahlen von Lauda mit einschließen, sind um 9 Prozent auf 13,8 Millionen Kunden gestiegen, während unsere Auslastung aufgrund der niedrigen Flugpreise mit 97 Prozent unverändert bleibt. Bedauerlicherweise mussten im August 2018 die Flüge von mehr als 100.000 Ryanair-Kunden aufgrund von wiederholten Personalengpässen bei den Fluglotsen in Großbritannien, Deutschland und Frankreich sowie eines unnötigen Streiktags der Piloten gestrichen werden. Ryanair fordert gemeinsam mit anderen europäischen Fluggesellschaften umgehende Maßnahmen der EU-Kommission und der europäischen Regierungen, um die Personalengpässe bei den Flugverkehrskontrollen, die die Reisepläne von Millionen von europäischen Verbrauchern in diesem Sommer durchkreuzen, zu bewältigen", erklärt Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer bei Ryanair.

Am Rande ist noch zu bemerken, dass der irischen Billigfluggesellschaft bei der Aussendung der Fluggastzahlen für Ryanair und Laudamotion ein kleiner Fauxpas passiert ist, denn man bezeichnete die Tochtergesellschaft - wie auch in obigem Zitat ersichtlich - nur noch als "Lauda", also ohne den Zusatz "motion".

Auf Anfrage teilte Laudamotion-Sprecherin Milene Platzer gegenüber Austrian Aviation Net mit, dass es sich um einen Fehler seitens Ryanair handle und weiterhin unter der Marke "Laudamotion" - also mit "motion"-Zusatz - aufgetreten wird.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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