Laudamotion-BR Mayer: "Freuen uns über nachhaltige Investitionen und Expansion"

GPA-DJP widerspricht Aussendungen von AK/ÖGB-NÖ-Präsident Markus Wieser und SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Schnabl erheblich.

Michael O'Leary am Dienstag mit Laudamotion-Flugbegleiterinnen (Foto: Thomas Ramgraber).

Während die niederösterreichische Landesorganisation des Österreichischen Gewerkschaftsbunds und SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Schnabl im Nachgang der bekanntgegeben Vollübernahme von Laudamotion durch Ryanair davon sprechen, dass die Airline "nun kein österreichisches Unternehmen" wäre oder gar "Etikettenschwindel" vorliegen würde - Aviation Net berichtete - sieht man beim Betriebsrat der betroffenen Fluggesellschaft die Situation gänzlich anders.

"Wir freuen uns, dass es nachhaltige Investitionen in den Standort und damit Expansion geben wird. Gleichzeitig sind wir mit unserem Kollektivvertrag in der Branche gut für die nächsten Jahre aufgestellt", erklärt Sandro Mayer, Vorsitzender des Laudamotion-Betriebsrats.

Von Seiten der für die Airline zuständigen Bundesorganisation der ÖGB-Teilgewerkschaft GPA-DJP kassiert der niederösterreichische AK/ÖGB-Präsident Markus Wieser in einer Aussendung eine regelrechte Abfuhr, denn GPA-DJP-Bundesgeschäftsführer Karl Dürtscher widerspricht seinem Kollegen vehement: "Mit der 100-Prozent-Übernahme von Laudamotion durch Ryanair bleibt der gemeinsam ausverhandelte Kollektivvertrag bestehen. Die Beschäftigten haben dadurch weiterhin Rechtssicherheit. Die GPA-DJP geht davon aus, dass Ryanair weiterhin zum Kollektivvertrag steht, der in Österreich für alle Berufsgruppen (PilotInnen, Kabinenpersonal und Verwaltung) gilt. Dieser Kollektivvertrag könnte auch für andere Länder als Vorbild dienen."

Weiters betont Dürtscher: "Ryanair war bereits gemeinsam mit der WKÖ bei den Verhandlungen rund um das Zustandekommen des Kollektivvertrags mit am Tisch. Selbstverständlich gilt dieser auch nach den Veränderungen in der Eigentümerstruktur unverändert weiter. Es gilt für Laudamotion außerdem weiterhin österreichisches Arbeitsrecht."

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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