Lauda gibt Air Berlin keine Chance mehr

In einem Interview mit dem SPIEGEL erklärt der Formel-1-Experte und Airliner, warum Deutschlands zweitgrößte Airline keine Perspektive mehr hat.

Niki Lauda im Cockpit (Foto: Niki).

Erst vor ein paar Wochen gab Niki Lauda bekannt, wieder in der Luftfahrt aktiv zu werden und mit Lauda Motion alias Amira Air den Business-Aviation-Markt aufmischen zu wollen. Nun äußerte er sich in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL zu seinem früheren Airline-Partner Air Berlin und erklärte, das Air Berlin-Management mache seit sechs Jahren “einen Fehler nach dem anderen. Kollektivverträge für Piloten, üppige Flugdienstzeiten-Regeln - das passt alles nicht zur wirtschaftlichen Lage. Man braucht sich bei Air Berlin nicht darüber wundern, dass man im Jahr 300 Millionen Euro oder mehr verliert.”

Zu seiner selbst gegründeten Fluglinie NIKI erklärt der dreifache Formel-1-Weltmeister: “Noch macht Niki Gewinn, doch bald wird auch dieser Firmenteil nicht mehr konkurrenzfähig sein.” Lauda sieht zudem weder Etihad noch sich selbst als möglichen Retter: “Etihad hat so viel in Air Berlin investiert, dass der Zeitpunkt überschritten ist, damit jemals Geld zu verdienen. (…) Ich sehe mich trotz meiner Erfahrung in der Luftfahrt außerstande, Air Berlin zu retten”. Erst vor kurzem gab der österreichische Unternehmer einem anderen Unternehmen ebenfalls keine Chance mehr, als er Südtirol riet, den Flughafen Bozen fallen zu lassen und sich auf Innsbruck zu konzentrieren.

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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