Lauda: Geschäftsführung und Betriebsrat sind sich einig

Von der Gewerkschaft Vida kritisierte Klauseln kommen nicht.

Airbus A320 (Foto: Thomas Ramgraber).

Der Betriebsrat und die Geschäftsleitung der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda konnten laut Erklärung des Vorsitzenden der Arbeitnehmervertretung eine Einigung über den Fixed-Pattern-Crew-Roster erzielen. Die von der Gewerkschaft kritisierten Punkte habe das Unternehmen nun akzeptabel formuliert. Zu Zwangsurlauben, Reduktion freier Tage und ähnlichen Maßnahmen wird es nicht kommen. Unterfertigt wurde eine Betriebsvereinbarung, die als Zusatz zum Kollektivvertrag betrachtet wird. Diese wurde bereits durch die Belegschaft mit Mehrheitsbeschluss angenommen.

Damit konnte innerhalb der gesetzten Frist – 14. August 2019 – eine Einigung zur Effizienzsteigerung im Bereich des Creweinsatzes erzielt werden. Weiters habe die Geschäftsführung um Lauda-Chef Andreas Gruber auch zugesagt, dass der angedrohte Personalabbau nicht vollzogen werden soll. Seitens des Betriebsrats vertraut man auf die Handschlagqualität.

Ob nun allerdings die angekündigte Stationierung von jenen vier Boeing 737-800, die Lauda von Ryanair im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung betreiben lässt, ebenfalls vom Tisch ist, ist derzeit nicht bekannt. Die polnische Konzernschwester Buzz (Ryanair Sun) befindet sich über die Leiharbeitsfirma Warsaw Aviation auf der Suche nach Personal, das während der Winterflugplanperiode ab Wien in Buzz-737 eingesetzt werden soll. Auch äußerte sich Lauda bislang nicht dazu wie lange der ACMI-Vertrag generell läuft. Momentan sind die betroffenen Jets auf dem Flughafen Palma de Mallorca stationiert.

Die Gewerkschaft Vida kündigte an, dass „in den nächsten Wochen“ Betriebsversammlungen bei Austrian Airlines, Anisec, Lauda und Eurowings Europe gleichzeitig abgehalten werden sollen. Unklar ist, ob angesichts der Einigung bei der österreichischen Ryanair-Tochter dieses Vorhaben noch weiterverfolgt wird und ob sich der Lauda-Betriebsrat daran beteiligen wird. Streiks sollen jedenfalls kein Thema sein.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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