Konkursantrag gegen Niki eingebracht

Überschuldung soll 46,5 Millionen Euro betragen.

Foto: Andy Graf

Wie der "Kurier" berichtet, wurde gegen Niki ein Konkursantrag eingebracht. Betreiber soll ein (nicht genannter) Reiseveranstalter sein, mit dem im Sommer die Aufhebung eines Rahmenvertrages für Charterflüge vereinbart worden sei. Dieser hätte als Gegenleistung binnen sechs Wochen insgesamt 116.391 Euro erhalten sollen. Das Geld sei laut dem Bericht bislang nicht eingetroffen. Daneben habe Niki aber beispielsweise auch beim Wartungsbetrieb SR Technics Schulden von mehr als einer halben Million Euro.

Laut dem Bericht soll Niki aber vor allem aus einem anderen Grund deutlich überschuldet sein: Nach der Zwischenbilanz von Ende Juli habe der Österreich-Ableger von Air Berlin gegenüber der Mutter eine Forderung von 69 Millionen Euro offen. Aufgrund der Insolvenz der deutschen Fluglinie müssten davon allerdings mindestens 80 Prozent wertberichtigt werden - weshalb sich bei einem Eigenkapital von etwas mehr als neun Millionen Euro eine Überschuldung von rund 46,5 Millionen Euro ergebe.

Der Fall liegt nun beim Konkursrichter. Dieser wird demnächst darüber entscheiden, ob ein Insolvenzverfahren gegen die Niki Luftfahrt GmbH eingeleitet wird.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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