Kommentar: NIKI-Betriebsrat war überfällig

"Auswisch-Aktion" war jedoch unnötig

Die Piloten, Flugbegleiter, Techniker und Büroangestellten stehen für ihre Rechte auf. (Symbolfoto: Jens Weigandt)

Die Initiative einen Betriebsrat bei NIKI zu gründen, war überfällig. Die NIKI-Initiatoren machten jedoch gleich zu Beginn einen großen Fehler: Anstatt ein Vertrauensverhältnis zu schaffen, ging man ausgerechnet am 20. März an die Öffentlichkeit, der Tag, an dem Air Berlin und NIKI die Aufnahme in die Flugallianz oneworld feiern wollten. Die Initiatoren wollten dem Management eins auswischen und sich so für acht Jahre Leiharbeit "bedanken".

Diese Frustaktion war unnötig und hat eine sinnvolle Gesprächsbasis schon zerstört, bevor sie aufgebaut werden konnte. Das macht das erklärte Ziel von Betriebsrat4NIKI, das Leiharbeiter-Modell abzuschaffen, nicht leichter.

Trotzdem gebührt den mutigen NIKI-Leuten Respekt. Denn die Personalleasing-Konstruktion macht die Betriebsratsgründung heikel. Die Initiatoren müssten von NIKI nicht einmal gekündigt werden, sondern lediglich an den Arbeitskräfteüberlasser, die Labour Pool GmbH, zurückgeschickt werden. Die Gewerkschaft beobachtet die nächsten Wochen bis zur Wahl und liegt auf der Lauer. Tatsächlich wäre eine solche Aktion der NIKI-Manager aber alles andere als klug. Für die Medien wäre das ein gefundenes Fressen.

Am 3. April jedenfalls enthüllen die Initiatoren auf der ersten Betriebsversammlung ihre Identitäten. Dann sollen die Wahlvorstände bis Mai die Betriebsratswahl vorbereiten. Die Leiharbeiter von NIKI dürfen sogar bei beiden Firmen, bei der Niki Luftfahrt und bei Labour Pool, an der Wahl teilnehmen.

Autor: Roman Payer
Das ist der Kurztext zu Roman Payer.

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