Italien verhängt Millionen-Euro-Strafen gegen Ryanair und Wizzair

Anordnung der Kartellbehörde bezüglich untersagter neuer Handgepäckrichtlinie wurde ignoriert.

Boeing 737-800 (Foto: Jan Gruber).

Die österreichische Fluggesellschaft Lauda wird mit 31. März 2019 nur noch die Mitnahme von kleinen Handgepäckstücken, deren Dimensionen erheblich unter dem IATA-Standardmaß liegen, erlauben. In Italien kassierten Muttergesellschaft Ryanair und Mitbewerber Wizzair indes eine saftige Kartellstrafe wegen genau dieser Regelung.

Die Behörde untersagte im Herbst des Vorjahres den beiden Billigfliegern die Einführung der neuen Bestimmungen für die Mitnahme von Handgepäck. Die beiden Carrier führten nahezu idente Regelungen fast zeitgleich ein, was die italienische Kartellbehörde auf den Plan rief. Diese untersagte die Praxis jedoch Ryanair und Wizzair ignorierten die Anordnung und setzten sich juristisch zur Wehr.

Gegen die Iren wurde nun eine Strafe in der Höhe von drei Millionen Euro verhängt während der ungarische Mitbewerber eine Million Euro zahlen muss. Weiters wird den Airliners abermals eine 60-tägige Frist gesetzt um ihr Geschäftsmodell an die behördliche Verfügung anzupassen. Dies teilte das italienische Kartellamt in einer Aussendung mit.

Autor: Jan Gruber
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Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan ist studierter Theater-, Film- und Medienwissenschaftler und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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