Italien: Luftfahrtsteuer kostet 2.300 Jobs

Die IATA straft die italienische Luftfahrt-Steuer ab.

Für die IATA sind die Steuern in der italienischen Luftfahrt viel zu hoch (Foto: Andy Graf).

Seit Jänner beträgt die Kommunalsteuer auf Flugtickets in Italien zwischen 33 und 38 Prozent mehr als noch im letzten Jahr. Die Abgabe wurde ohne Vorwarnung oder Benachrichtigung von den italienischen Behörden erhöht und kostet jedem Passagier 2,50 Euro extra. Auf Flughäfen in der Nähe Roms zahlen Passagiere somit 10,- Euro, auf allen anderen italienischen Flughäfen 9,00 Euro an Flugabgabe. Das daraus zusätzlich verdiente Geld fließt in die allgemeinen Kassen der Behörden und wird nicht in die Luftfahrt zurück investiert.

“Diese plötzlichen Zusatzkosten werden der italienischen Bevölkerung und der Wirtschaft nur schaden. Durch die Erhöhung der Flugabgabe wird sich die Anzahl der Passagiere um mehr als 755.000 reduzieren und ebenso das Bruttoinlandsprodukt Italiens um 146 Millionen Euro senken. Diese Vorgehensweise kostet 2.300 Jobs pro Jahr, das heißt bis 2020 werden somit mehr als 9.000 Jobs verschwendet. Anstelle von höheren Steuern sollte die italienische Regierung ihr Handeln überdenken und sich überlegen wie die Luftfahrt wieder wachsen könne - mit einer wachsenden Luftfahrtbranche kommen auch Arbeitsplätze, Innovation und kulturelle Aktivitäten. Die Regierung sollte ihre Steuerpolitik überdenken und eine Abschaffung der Flugabgabe in Erwägung ziehen. Airlines und Passagiere dürfen keine leichte Einnahmequelle für die Behörden werden”, erklärt Rafael Schvartzman, Regional Vice President für Europa der IATA (International Air Transport Association).

Die Erfahrung in Europa zeigt, wie zum Beispiel in den Niederlanden und in Irland, dass eine Abschaffung der Flugabgabe ein Wachstum der Passagierzahlen nach sich zieht und somit auch positive Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes hat. Die IATA betont weiter, Italien habe neben der Flugabgabe noch andere Steuern und komplizierte Regularien, welche die Regierung überarbeiten sollte um den Wettbewerb und somit die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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