Israel-Disput: NIKI-Flüge nicht gefährdet

Israel verzögert "Open Skies"-Abkommen mit der EU. NIKI-Flüge nicht betroffen.

Foto: Martin Metzenbauer

Israel und die EU arbeiten schon seit längerem an einem "Open Skies"-Abkommen, das die Flugrechte zwischen den beiden Regionen offener gestalten soll. Bislang wurden diese zwischen den einzelnen Staaten vereinbart - künftig soll dies nur noch auf EU-Ebene geschehen.

Diesen Plänen könnte allerdings der israelische Verkehrsminister Yisrael Katz einen Strich durch die Rechnung machen. Er hat die Zivilluftfahrtbehörde seines Landes angewiesen, die Vereinbarung nicht zu unterschreiben, bevor nicht geklärt ist, welchen Einfluss ein "Open Skies Agreement" auf die israelischen Airlines hat.

Diese Angst ist berechtigt, da Tel Aviv in den letzten Jahren gerade für Low Cost Carrier interessant geworden ist. Germanwings, Air Berlin und - seit Februar 2012 - auch NIKI fliegen in die israelische Hauptstadt. Israel wird als Reiseziel immer beliebter, sodass künftig mit einem noch größeren Interesse der Billigflieger gerechnet werden kann.

Die dreimal pro Woche durchgeführten NIKI-Flüge sind von der aktuellen Diskussion nicht betroffen. Diese wurden noch aufgrund eines bilateralen Abkommens zwischen Israel und Österreich zusätzlich zu den bisherigen AUA- und EL AL-Flügen genehmigt, wie die NIKI-Chefs Otmar Lenz und Christian Lesjak gegenüber Austrian Aviation Net bestätigten. Wie die Diskussion in Israel ausgeht, ist daher ohne Relevanz.

Die Air Berlin-Tochter wird also weiterhin zwischen Wien und Tel Aviv fliegen - sehr zum Leidwesen der AUA, die ja ursprünglich gegen diese Verbindung erfolglos interveniert hat. Was angesichts der Buchungslage bei den NIKI-Flügen ebenfalls verständlich ist. Diese sinf nämlich laut Otmar Lenz erfolgreich angelaufen. "Die Vorausbuchungen sind auch gut und für den Sommer gibt es schon starkes Interesse von Israel nach Österreich", so der NIKI-Geschäftsführer.

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