InterSky fliegt Fußball-Stars durch Europa

50 Fußball-Charterflüge pro Jahr bei stark steigender Tendenz.

InterSky fliegt unter anderem für den BVB. (Fotos: InterSky Luftfahrt GmbH)

Die österreichische Regionalfluggesellschaft InterSky entwickelte sich abseits des täglichen Regionalfluggeschäfts zum Spezialanbieter für Mannschaftsreisen bekannter Fußballvereine. So flogen bereits unter anderem Borussia Dortmund (BvB), VfB Stuttgart, Hannover96, Red Bull Salzburg, AC Siena und FC Genua mit InterSky kreuz und quer durch Europa.

"Mittlerweile hat sich den Fussball-Service der InterSky im nahen Ausland umhergesprochen. Immer mehr Vereine fragen bei unserer Charter-Abteilung für Mannschaftsflüge an. Seit wenigen Monaten sind wir deshalb auch in Italien tätig für den AC Siena und FC Genua", so Chief Commercial Officer Roger Hohl.


Auf Wunsch auch im Vereinsdesign gebrandet.

InterSky hat seit der Firmengründung einen Ruf als flexibler Spezialanbieter für Charterflüge auf. So ist das Unternehmen bedingt durch den Betrieb von STOL-Flugzeugen in der Lage kleine Landeplätze nahe der Fußballstadien anzufliegen. Dabei übernimmt die heimische Regionalfluggesellschaft auch die Organisation aller Bewilligungen und sogar von Fahrzeugkonvois. Von Mannschafts- und Betreuerbussen über Vorstandslimousinen bis hin zu Polizei-Eskorten, alles dabei. 

"Fussball-Mannschafts-Charter verlangen absolut höchste Präzision! Eine sichere, pünktliche und vor allem entspannte Anreise ist das A und O in der kritischen Phase der Spielvorbereitung. Oftmals wird kurz vor Spielbeginn angereist oder direkt nach Abpfiff zurück geflogen. Da müssen die Handgriffe sitzen und die Mitarbeiter in allen Bereiche übergreifend wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren", erklärt Roger Hohl.


First Officer und InterSky-Charter Manager Martin Bodner, VfB-Stuttgart-Sportdirektor Fredi Bobic und InterSky-Chief-Commercial-Officer Roger Hohl

Da zahlreiche abgelegene kleine Flugplätze in der Regel sehr selten eine Dash 8-Q300 oder ATR72-600 auf dem Vorfeld stehen haben, existieren meistens keine Lademannschaften. So ist Selbstabfertigung gefragt. Dabei laden die Crews der InterSky-Besatzung das Gepäck aus und verstauen dies gemeinsam mit den Offiziellen des Vereins im Mannschaftsbus. Beim Rückflug eben selbes Proceedere umgekehrt. Dabei ist absolute Präzision gefragt, denn InterSky ist bestrebt stets den nähestgelegenen Flugplatz, der für das eingesetzte Muster möglich ist, anzufliegen.

Der Fussball-Flugbetrieb selbst unterliegt den gleich strengen Bedingungen wie der Linienflugbetrieb. Jedoch sind deutlich höhere Aufwendungen notwendig bei allen Angelegenheiten rund ums fliegen. So zum Beispiel am Boden: Wenn abgelegene Plätze angeflogen werden (Aalen-Elchingen, Kiel, Wilhelmshaven) müssen dort unseren hohen Anforderungen entsprechend alles vorbereitet sein. Angefangen von der Sicherung der Plätze durch die Polizei, ausreichend Feuerwehr und Rettungseinheiten vor Ort.


Spieler des BVB vor einem angenehmen InterSky-Flug.

"Bedingt durch die Flotte der InterSky sind wir in der Lage auch kleine Flughäfen bzw. Landeplätze abseits der großen Drehkreuze anzufliegen. Vor allem genau diesen Service ist besonders gefragt, den das honorieren die Fussball-Mannschaften sehr. Natürlich benötigen solche Special Operations einen deutlich höheren Vorlauf und Aufwand. Aber mit Plätzen wie Aalen-Elchingen, Kiel oder Wilhelmshaven fliegen wir die Kicker direkt an ihr Ziel. Das kürzt die An- und Abreisezeit und ist schonend für die Spieler. Die ganze InterSky Mannschaft arbeitet mit großem Vergnügen an solchen Spezial Aufgaben. Es ist eine willkommene Abwechslung zum Linienflug-Alltag. Es soll sogar Wartelisten geben unter unseren Crew-Mitgliedern welche gerne die Fussball-Mannschaften von A nach B transportieren. Ein rundum motiviertes Team also", ist Roger Hohl stolz auf die Operation.


Vom Mannschaftsbus ab in die ATR72-600 von InterSky.

Für die Bediensteten von InterSky dürften die "Fußball-Flüge" das komplette Gegenteil zum "öden" Linienflugalltag darstellen. "Expect the unexpect! Und genau das macht den Mitarbeitern auch Spass", freut sich Roger Hohl.

InterSky führt eigenen Angaben nach rund 50 solcher Spezial-Charterflüge pro Jahr durch. "Die Tendenz ist sehr stark steigend. Auch für Eishockey vermehren sich die Anfragen in letzter Zeit. Die Straubing Tigers vertrauen bereits dem Service der InterSky. Kurz um ist zu erwähnen das die Anfragen gerade in diesem Sport Segment stark zugenommen hat und deshalb auch personell das Betreuungsteam aufgestockt wurde", blickt Vertriebschef Roger Hohl zuversichtlich in die Zukunft.

Zahlreiche weitere Fotos im nachstehenden Webalbum.
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InterSky Fußballcharter


Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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