Immer weniger Gepäck geht verloren

SITA präsentierte den positiven Baggage Report 2016.

6,5 Gepäckstücke pro 1000 Passagiere wurden 2015 weltweit fehlgeleitet (Foto: Flughafen Wien AG).

Die Luftfahrtbranche konnte im Jahr 2015 einen neuen positiven Rekord bei fehlgeleitetem Gepäck verbuchen. Laut dem Baggage Report 2016 von Luftfahrt-IT-Anbieter SITA wurden pro 1000 Passagiere nur mehr 6,5 Gepäckstücke fehlgeleitet. Das sind um 10,5 Prozent weniger als im Vorjahr und sogar weniger als die Hälfte als noch im Jahr 2013. „Die Gepäckstatistiken für 2015 sind sehr ermutigend. Allerdings kostet fehlgeleitetes Gepäck die Industrie noch immer rund 2,3 Milliarden US Dollar. Das sind zwar fast 4% weniger als im Vorjahr, aber die Summe zeigt auch, dass sich die Branche weiterhin auf eine Verbesserung der Gepäckabfertigung konzentrieren muss“, zitiert das Portal aboutTravel SITA-CEO Francesco Violante.

3,5 Milliarden Passagiere reisten in 2015 mit dem Flugzeug und der Trend ist weiter steigend. „Die Erhöhung des Fluggastaufkommens vergrößert den Druck auf Infrastruktur, Ressourcen und Gepäckabfertigungssysteme. Die Branche reagiert darauf mit Änderungen in der Gepäckabfertigung“, erklärt Violante. So muss laut IATA-Resolution 753 bis Juni 2018 alle Gepäckstücke an jedem Punkt der Reise nachverfolgt werden können. Zudem zeigt der SITA-Report den anhaltenden Trend zum Self-Bag-Drop. Bereits bei 40 Prozent aller Airlines und Flughäfen kann der Passagier sein Gepäckstück selbst einchecken, das Gepäcketikett („Bagtag“) drucken und das Gepäckstück samt Bagtag aufgeben. Bis 2018 soll sich dieser Anteil des Self-Bag-Drop auf 75 Prozent erhöhen.

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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