IATA Verkehrszahlen April

Passagierverkehr durch Vulkanasche eingebrochen, Fracht weniger stark betroffen

Die IATA (International Air Transport Association) hat heute Verkehrszahlen für den Monat April veröffentlicht. Aus dem Bericht geht hervor, inwieweit der Isländische Vulkanausbruch der Airlineindustrie Schaden zugefügt hat.

In einer Phase der Rekonvaleszenz, beim Abflauen einer Internationalen Wirtschaftskrise, die die Airlines in direkter Konsequenz zu spüren bekommen haben, trafen Luftraumsperren Passagier-befördernde Fluglinien besonders hart.
Auf Grund massiver Flugstreichungen brach die Nachfrage im April um 2,4% ein - Kosten in Millionenhöhe entstanden.

Ganz anders beim Frachtverkehr: Durch wenige Stornierungen beeinflusst verlangsamte sich lediglich das Tempo der Erholung in diesem Segment: Von einem Umsatzplus von 28,1% im März reduzierte es sich im April auf 25,2%.

Giovanni Bisignani, General Director und CEO bei der IATA fasst zusammen: "Die Aschewolke wirft die wirtschaftliche Erholung in unserer Branche ein gutes Stück zurück. Waren wir im März noch im Rahmen eines Prozentpunktes der Verkehrszahlen vor der Krise, so sind wir jetzt auf 7 Prozent zurück gefallen!"

Ebenso kritisiert die IATA offen die Zusammenarbeit der Europäischen Länder während der Asche-Krise. Die Ergebnisse seien beschämend, so Bisignani, er fordere endlich einen ernstzunehmenden Schritt in Richtung Single European Sky.

Die Zukunft der Flugindustrie in Europa scheint laut IATA im Jahre 2010 weiterhin ungewiss.
"Unglücklicherweise tauschen wir die Gefahren und Risken einer Aschewolke, gegen jene von Arbeits- und Währungskrisen ein. Der Markt von Fluglinien war schon immer heiß umkämpft und wird es in Zukunft noch mehr sein", erläutert Giovanni Bisignani, "Kosten senken und Sparen wo es geht, auch das ist die Devise der Zukunft!"

Autor: Ulrich Hajek
Das ist der Kurztext zu Ulrich Hajek.

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