Hohmeister: Darwin verliert Swiss-Auftrag

Vertrag läuft mit Oktober aus und wird nicht verlängert.

Saab 2000 von Darwin Airline auf dem Flughafen Lugano. (Foto: www.AirTeamImages.com)

Die schweizerische Regionalfluggesellschaft Darwin Airline, die seit kurzem als Etihad Regional auftritt, hat einem Bericht der "Sonntagszeitung" nach offenbar den ACMI-Auftrag auf der Strecke Lugano-Zürich verloren. "Es ist nicht sinnvoll ein Flugzeug von einem direkten Wettbewerber zu leasen. Insofern werden wir den Vertrag mit Darwin, der im Oktober ausläuft, auch nicht verlängern", so Swiss-Chef Harry Hohmeister gegenüber dem Blatt.

Ein Betrieb in Eigenregie erscheint für den Airlinechef nicht sinnvoll. Obwohl die zur Swiss-Flotte zählenden Maschinen des Typs BAe-146 "Jumbolino" grundsätzlich für Lugano geeignet wären und den Airport zu Crossiar-Zeiten auch ansteuerten, heißt es nun, dass man kein geeignetes Fluggerät habe. Dahinter könnten aber auch die äußerst teuren Betriebskosten der BAe-146-Flotte stecken.

"Es gibt verschiedene Optionen. Es kann sein, dass wir ein Flugzeug einer anderen Gesellschaft leasen. Es ist aber durchaus auch möglich, dass wir die Strecke aufgeben müssen", so Hohmeister weiters. Theoretisch würden dafür SkyWork, Tyrolean und InterSky in Frage kommen, wobei letzterer in der Vergangenheit bereits Codeshare und sogar Interline verweigert wurden. 


Darwin bedient im Auftrag von Swiss mehrmals täglich die Strecke Lugano-Zürich. (Foto: Jan Gruber)

Seitens Darwin Airline gab man sich dem Medienbericht nach unwissend. Offenbar wusste man noch gar nichts von der Beendigung des Vertrages und verwies darauf, dass man Swiss eine Option für Saab 2000 und eine für ATR72-500 unterbreitet habe. Die Antwort würde noch ausstehen.

Autor: Jan Gruber
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