Hintergrund: Passagierrechte bei Flugausfällen

Ein Vulkanausbruch gilt laut der EU-Passagierrechte-Verordnung als Ereignis "höherer Gewalt". Daher muss die Fluggesellschaft den Ticketpreis rückerstatten oder den Passagier anderwertig befördern. Schadenersatz gibt es aber keinen.

Flight Cancelled: Welche Rechte Passagiere haben. Im Vorjahr sind flächendeckend Flüge gestrichen worden. Hier eine Aufnahme aus dem Vorjahr am Schiphol Airport. (Foto: AirTeamImages.com)

Die Vulkanasche des isländischen Vulkans Grimsvötn erreichte in der Nacht auf Mittwoch Deutschland. Austrian Aviation berichtete über die Sperren in Norddeutschland. Der Verein für Konsumenten-Information VKI erklärt, welche Ansprüche von Flugpassagieren wegen der Annullierung von Flügen nach der Fluggastrechte-Verordnung der EU geltend gemacht werden können.

Im Fall der Streichung von Flügen kann der Passagier wahlweise die Erstattung des Flugpreises binnen 7 Tagen oder anderweitige Beförderung zum Endziel zum frühestmöglichen Zeitpunkt verlangen.

Weiters stehen dem Passagier folgende Betreuungsleistungen zu: Verpflegung, Hotelunterbringung, zwei unentgeltliche Telefonate (oder Faxe oder E-Mails).

Dagegen steht - soweit der Ausfall des Fluges auf außergewöhnliche Umstände (Vulkanasche - Schließung des Flugraumes) zurückgeht - keine weitere Ausgleichsleistung zu, so der VKI in einer Presseaussendung.

Die Rechtsabteilung des Verkehrsclubs ÖAMTC machte auf den Unterschied zwischen Pauschal- und Individualreisen aufmerksam: Bei Pauschalreisen kann man den Gesamtpreis zurück fordern, bei Individualreisen müssen die Reisenden die Stornokosten für Hotels, Mietwagen etc. selbst tragen.

Laut Informationen des Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik wird die Aschewolke Österreich nicht direkt betreffen. Die ZAMG rechnet, dass die Wolke knapp an Ost-Österreich vorbeiziehen wird.

Autor: Roman Payer
Das ist der Kurztext zu Roman Payer.

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