Hamburg Airport setzt auf Dialog & Kunst

Der Flughafen Hamburg präsentierte seine Jahresstatistik für 2015 und setzt dabei auf den offenen Dialog mit der Nachbarschaft.

Hamburg Airport Terminal (Foto: Michael Penner).

Die Jahresstatistik des Hamburger Flughafens präsentiert sich vor allem informativ und transparent. So konnte der Airport mit 15,6 Millionen Passagieren in 2015 um 5,8 Prozent mehr zählen als noch im Jahr davor. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Flugbewegungen um nur 2,9 Prozent. Durch den Einsatz von größeren und effizienteren Maschinen und einer höheren Auslastung der Flugzeuge wächst die jährliche Anzahl der Flugbewegungen deutlich geringer als die Passagierzahl. Neben den üblichen Verkehrszahlen werden in dem Bericht zu 2015 auch Themen wie Lärmkontingente, An- und Abflugrichtungen sowie Nachtflugbeschränkungen verständlich erklärt. Ihre Veröffentlichung hat das Ziel, einen fundierten und ehrlichen Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit und Nachbarschaft zu fördern. 

Auch im Jahr 2015 hat sich Hamburg Airport zusammen mit seinen Partnern “weit über das gesetzliche Maß hinaus” für den Fluglärmschutz engagiert. Dieses Engagement spiegelt sich in den Ergebnissen bei der Lärmkontur, bei den Verspätungen nach 23 Uhr sowie bei den Verkehrszahlen wider. So bleibt die Lärmkontur mit einer Ausbreitung von 13,8 km2 weiter deutlich unter der zulässigen Obergrenze von 20,39 km2. Gegenüber dem Vorjahr ist der Wert um 0,5 km2 leicht gestiegen. Darüber hinaus wurden im Jahresmittel pro Tag weniger als zwei verspätete Flüge zwischen 23 und 24 Uhr gezählt – dies sind weniger als im Vergleichswert der vergangenen zehn Jahre.

„Wir sind stolz, heute die Jahresstatistik 2015 präsentieren zu können“, so Michael Eggenschwiler, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hamburg Airport. „Ein offener Dialog mit unseren Nachbarn sowie der Fluglärmschutz haben eine hohe Priorität am Hamburger Flughafen. Was wir bieten, ist eine gute, offene Information mit präzisen Daten. Denn genau das ist die Voraussetzung für eine faire Diskussion. Gemeinsam mit allen Interessierten aus Nachbarschaft, Wirtschaft, Forschung und Politik wollen wir Mythen entgegentreten und den Fluglärmschutz stärken. Mit den Verkehrsergebnissen 2015 verdeutlicht die Jahresstatistik auch, dass Hamburg Airport Wachstumsmotor und bedeutender Arbeitgeber für die gesamte Metropolregion ist. Eine Balance zwischen den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen und dem optimalen Schutz der Anwohner ist also maßgeblich für den Luftfahrtstandort Hamburg.“

Gemeinsam mit den fünf größten Fluggesellschaften am Standort wird Hamburg Airport im 1. Quartal dieses Jahres eine Pünktlichkeitsoffensive starten. „Wir konzentrieren uns mit den Airline-Partnern darauf, dass die letzten Flugzeuge eines Tages, die bis 23 Uhr geplant sind, auch pünktlich in Hamburg starten oder landen. Das ist von großer Bedeutung für die Anwohner in Hamburg und in Schleswig-Holstein“, erklärt Michael Eggenschwiler.

Der Wartebereich bietet ab sofort Kunst am Gate

Der Hamburg Airport engagiert sich aber nicht nur für seine Nachbarn, sondern auch für die regionale Kunst und seine Passagiere: der neu gestaltete Wartebereich der Gates C09-14 steht künftig Künstlerinnen und Künstlern aus der Region als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Neben der freien Sicht auf das Vorfeld können die Fluggäste in den C-Gates nun auch Kunstexponate genießen. Bei der Renovierung des Wartebereichs im Erdgeschoss wurden zudem die Aufenthaltsqualität verbessert und die Wegeführung für die Passagiere vereinfacht.

Teil der Ausstellung ist ein gleichnamiges, großformatiges Bild, das vom Flughafen erworben wurde und dauerhaft im Wartebereich ausgestellt wird. Den Verkaufserlös in Höhe von 2.000 Euro spendet die Künstlergruppe MALIMU der Kirchengemeinde Harksheide in Norderstedt und deren Flüchtlingshilfe-Projekt. „Wir freuen uns, an unseren C-Gates jetzt auch regionalen Kunstschaffenden ein Forum bieten zu können. Davon profitieren beide Seiten: Die Vielfalt der Kunst belebt den Wartebereich und zugleich können die Künstler ihre Werke in einer ungewöhnlichen Umgebung präsentieren“, erklärt Anke Redeker vom zuständigen Projektteam am Hamburg Airport. Interessierte Kunstschaffende und -initiativen aus der Region können sich unter der E-Mail-Adresse kunst(at)ham.airport.de für die etwas andere Ausstellungsfläche im Hamburger Flughafen bewerben. (Fotos: Hamburg Airport).

Autor: Christoph Aumüller
Redakteur
Christoph ist Absolvent des Studienlehrganges Luftfahrt der FH Joanneum Graz. Seit Mitte 2015 verstärkt er das Redaktionsteam von Austrian Aviation Net.

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