Grazer Start-Up lässt belgische Regierungsjets verschrotten

Eine Grazer Onlineplattform für Altmetall, ein slowakischer Flugzeugzerleger und ein belgisches Abrissunternehmen zerlegten und vermarkteten zuletzt zwei ausgediente Airbus A310 der belgischen Regierung.

Foto: AirTeamImages.com

Gemeinsam mit dem slowakischen Unternehmen Firefly Aircraft Salvaging und einem belgischen Abrissunternehmen erfüllte das steirische Start-Up Schrott24 einen zugegebenermaßen außergewöhnlichen Auftrag. Das Grazer Unternehmen ließ zwei ausrangierte Airbus A310 der belgischen Regierung verschrotten und vermarktete die Überreste. Über 100 Tonnen Aluminium, Titan, Kupfer und Stahl mit einem hohen fünfstelligen Marktwert wurden so verarbeitet, berichtet der ORF. Teile der Passagierkabine werden an Airbus geliefert und für Vorführzwecke umgestaltet.

Schrott24 aus Graz ist nach eigenen Angaben die einzige Onlineplattform, die für den Handel mit Altmetallen und Schrott ausgelegt ist. Mit Großprojekten, wie zum Beispiel der Verschrottung von Industrieanlagen oder Brücken, werde häufiger an das Unternehmen herangetreten, die Verwertung ausgedienter Passagierflugzeuge sei allerdings neu für das Start-Up gewesen. Kernstück des Geschäfts bilden kleinere Aufträge von Gewerbebetrieben und privaten Haushalten.

Der für dieses Projekt gewählte Partner Firefly Aircraft Salvaging aus Bratislava hingegen ist an die Flugzeugverwertung gewöhnt. Das Unternehmen kümmert sich seit Mitte 2016 neben der Zerlegung von Fracht- und Passagiermaschinen auch um den Handel mit Flugzeugersatzteilen, heißt es in einer Aussendung. Für Firefly Aircraft Salvaging war es der erste Auftrag in Belgien.

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