Go2Sky war für Anisec im Einsatz

Konkurrenzkampf in Wien bleibt hart.

Die OM-GTG (Boeing 737-800) war am Wochenende im Auftrag von Anisec ab Wien im Einsatz (Foto: Thomas Ramgraber).

Am Wochenende wurden einige Flüge des Level-Franchisenehmers Anisec Luftfahrt mit Boeing 737-800, betrieben von der slowakischen Go2Sky, durchgeführt. Gegenüber Aviation Net erklärte das Unternehmen, dass planmäßige Wartungsarbeiten an einem Fluggerät des Typs Airbus A321 durchgeführt wurden.

Die OE-LCF wurde erst am Sonntagabend aus dem polnischen Rzeszów überstellt, so dass für das Flugprogramm am Wochenende lediglich die OE-LCN, OE-LCR und die OE-LCP zur Verfügung standen. Die Kapazitätslücke wurde mit der OM-GTG abgedeckt.

Zuvor versuchte man alternativ einen Airbus A320 von Konzernschwester Vueling von Barcelona nach Wien zu überstellen, jedoch wurde dies aufgrund der Verfügbarkeit einer Go2Sky-Maschine wieder verworfen und die bereits auf den Anzeigetafeln der Flughafen Wien AG ersichtlichen Übersteller wieder gestrichen.

Angesprochen auf das Amsterdam-Projekt, für das Anisec direkt und über eine deutsche Leiharbeitsfirma nach fliegendem Personal sucht, sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Aviation Net, dass es derzeit keine Neuigkeiten gibt, die man kommunizieren könne. Anisec soll - wie berichtet - ab Sommerflugplan 2019 einige Routen von Vueling ab Amsterdam übernehmen. Zuletzt war die Nutzung des Level-Brands ab den Niederlanden geplant.

Austrian Airlines reagiert auf Low-Cost-Konkurrenz


Der Konkurrenzkampf in Wien bleibt auch 2019 farbenfroh (Foto: Thomas Ramgraber).

In Wien reagierte Platzhirsch Austrian Airlines zwischenzeitlich auf die Expansionen von Anisec, Lauda und Wizzair, denn auf verschiedenen Routen, die von mindestens einem der genannten Lowcoster bedient werden, stockt die Lufthansa-Tochter die Frequenzen zum Teil drastisch auf. Beispiele hierfür sind Paris-CDG, Kopenhagen und Hamburg. Unter anderem in die dänische Hauptstadt konkurrieren unter anderem Austrian Airlines, Lauda und Anisec, während Wizzair in das nahegelegene und optimal mittels Bussen angebundene Malmö fliegt. Umgekehrt ist der Flughafen Kopenhagen aufgrund seiner Lage und der guten Anbindung an die schwedische Stadt auch eine Alternative für Trips nach Malmö.

Ob sich dauerhaft so viele Carrier auf einzelnen Routen halten können, wird die Zukunft zeigen, jedoch an Hand des Beispiels Mailand-Malpensa kann vermutet werden, dass auf der einen oder anderen Strecke ein erhebliches Überangebot herrscht. So zogen sich gegen Jahresende 2018 unter anderem Anisec und Easyjet vom Mailand-Verkehr zurück, während Lauda neu nach Bergamo startete und Wizzair die Malpensa-Flüge im Feber 2019 aufnahm. Die weitere Entwicklung im Wiener Lowcost-Konkurrenzkampf bleibt daher abzuwarten.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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