Gläubiger-Ausschuss in InterSky-Konkursverfahren eingesetzt

Verhandlung gegen ehemalige Geschäftsführer wird im September fortgesetzt.

Dash 8-300 (Foto: Peter Unmuth).

In Sachen des Konkursverfahrens der ehemaligen Bregenzer Regionalfluggesellschaft InterSky wurde nun ein Gläubigerausschuss bestellt, der dem Masseverwalter insbesondere bei der Prüfung von Forderungen zur Seite stehen soll. Angemeldet wurden Forderungen in der Höhe von rund 86 Millionen Euro, wobei seitens des gerichtlich eingesetzten Verwalters lediglich sieben Millionen Euro anerkannt werden.

Somit ist das Ausmaß der Pleite weiterhin unbekannt. Der nun eingesetzte Ausschuss soll insbesondere bei der Prüfung von Forderungen mehr Geschwindigkeit in das Verfahren bringen. 

Weiters berichtet der ORF, dass der Masseverwalter diverse ehemalige InterSky-Geschäftspartner auf Rückzahlung von Geldern, die aufgrund des bevorstehenden Konkurses nicht mehr hätten bezahlt werden würden. Einige Verfahren sollen zu Vergleichen geführt haben. Betroffen waren laut ORF beispielsweise Flughäfen, aber auch die Objektgesellschaften der Flotte.

Offen ist allerdings weiterhin der Ausgang eines Verfahrens, das von einem Leasinggeber gegen die ehemaligen Geschäftsführer Roger Hohl und Renate Moser initiiert wurde. Verhandelt wird in zwei Verfahren um je 375.000 Euro und je 2,5 Millionen Euro. Die nächsten Verhandlungstermine vor Gericht sind im September diesen Jahres.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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