Germanwings greift InterSky an

Hamburg-Karlsruhe/Baden-Baden ab April 2014 im doppelten Tagesrand. InterSky-Chef Peter Oncken zeigt sich überrascht.

Eurowings betreibt Flugzeuge des Typs CRJ-900 im Auftrag von Germanwings. (Foto: Andy Graf)

Eurowings betreibt Flugzeuge des Typs CRJ-900 im Auftrag von Germanwings. (Foto: Andy Graf)

Für die österreichische Regionalfluggesellschaft InterSky hatte der "Weihnachtskranich" offenbar noch ein besonderes Geschenk auf Lager: Lufthansa-Tochter Germanwings wird ab April die Strecke Hamburg-Karlsruhe im doppelten Tagesrand mit Flugzeugen des Typs CRJ-900 bedienen. Selbige wird derzeit von InterSky mit ATR72-200 angeboten.

Low-Coster Germanwings scheint bereits Kontingente an Reiseveranstalter abgesetzt zu haben, denn es finden sich unter anderem bei den Veranstaltern "Der Tour" und "Neckermann Reisen" bereits Pauschalreisen von Karlsruhe/Baden-Baden nach Hamburg inklusive Hotel. 

Aus Kreisen der Lufthansa-Tochter Germanwings ist zu hören, dass die Strecke in Kürze in GDS-Systemen und über die Firmenhomepage zur Buchung freigegeben werden soll. Einige Reisebüros sollen bereits über Veranstalterkontingente den Verkauf von Einzelplätzen aufgenommen haben, heißt es seitens eines renommierten Reiseveranstalters mit Sitz in Baden-Württemberg.

Unter der Woche soll die Strecke im doppelten Tagesrand angeboten werden, am Wochenende sollen samstags und sonntags je ein Umlauf geflogen werden:
4U 7234: HAM-FKB, 06 Uhr 45 - 08 Uhr 00
4U 7235: FKB-HAM, 08 Uhr 35 - 09 Uhr 50
4U 7238: HAM-FKB, 18 Uhr 45 - 20 Uhr 00
4U 7239: FKB-HAM, 20 Uhr 35 - 21 Uhr 50

Zieht sich InterSky zurück?
Die österreichische Regionalfluggesellschaft InterSky scheint dem aktuellen Informationsstand mit Ende des Winterflugplans die Strecke ex Karlsruhe/Baden-Baden mit Bombardier Dash 8-Q300 bedienen zu wollen. Es erscheint jedoch fraglich, ob das Unternehmen tatsächlich die Verbindung nach Ende der Winterperiode weiterhin bedienen wird.

Vor einigen Jahren stellte sich InterSky dem Wettbewerb mit Germanwings auf der Strecke Friedrichshafen-Köln. Nach wenigen Wochen brachten die Buchungszahlen drastisch ein und die einstige Cash-Cow-Strecke trug massiv zu einer ernsthaften Finanzkrise des Unternehmens bei. Durch den Notverkauf einer Maschine des Typs Dash 8-Q300 konnte das Unternehmen gerettet werden.

InterSky-Chef Peter Oncken, der durch einen Anruf der Austrian-Aviation-Net-Redaktion erstmals von der bevorstehenden Wettbewerbssituation hörte, zeigte sich wenig erfreut über diese Hiobsbotschaft. "Wir werden uns etwas einfallen lassen, aber selbigen Fehler wie vor einigen Jahren auf der Köln-Strecke werden wir nicht machen. Im Wettbewerb mit Germanwings werden wir nicht fliegen", so Oncken gegenüber Austrian Aviation Net.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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