Germania-Pleite: Mitbewerber bieten Rescue-Fares an

Erhebliche Preisunterschiede bei den Rettungstarifen.

Foto: Bernd Karlik.

Im Zeichen der Germania-Pleite bieten nun verschiedene Fluggesellschaften, darunter Eurowings, Condor, Austrian Airlines, Lufthansa, Swiss, Tuifly und Lauda so genannte Rescue-Fares an. Der Erwerb dieser Tickets gestaltet sich je nach Anbieter äußerst unterschiedlich. Im Regelfall muss als Nachweis für die Inanspruchnahme des Rabatts ein Germania-Ticket vorgelegt oder eingeschickt werden.

Bei der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda wird darauf verzichtet. Diese bietet die Rescue-Fares ab Berlin-Tegel, Düsseldorf und Münster/Osnabrück je nach Route und Verfügbarkeit ab 9,99 Euro an. Dazu Firmenchef Andreas Gruber: "„Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für die Betroffenen und wollen die Auswirkungen der Germania Insolvenz mildern. Daher bieten wir allen aktuell betroffenen Passagieren vergünstigte Flüge von Münster, Düsseldorf und Berlin Tegel auf die Kanaren und nach Palma de Mallorca an. Tickets sind bereits zu unschlagbaren 9,99 Euro oneway verfügbar. Dieser rescue fare ist ab sofort auf laudamotion.com buchbar."

Bei Mitbewerber Eurowings muss ein neues Ticket über die Homepage gekauft werden. Anschließend müssen die Germania-Buchungsunterlagen bis 28.02.2019 unter Angabe der Eurowings-Buchungsnummer und dem Betreff "Germania Erstattung" an buchungsinfo(at)eurowings.com gemailt werden. Die Lufthansa-Tochter erstattet nachträglich 50 Prozent des Flugpreises. Das Angebot gilt ausschließlich für Rückflüge vom Ausland nach Deutschland.

Ein ähnliches Angebot macht auch Tuifly, jedoch nur bis 15. Feber 2019. Hier muss nach der Buchung die Vorlage der Dokumente an servicecenter(at)tuifly.com erfolgen. Easyjet bietet Betroffenen über die Homepage Rescue-Fares für 110 Euro inklusive 23 Kilogramm Gepäck an. Das Angebot ist allerdings auf Berlin für Buchungen bis 14. Feber 2019 beschränkt.

Die Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines werden in den nächsten Tagen Flugscheine um 50 Euro (Netto-Air-Fare) bzw. 200 Euro (Netto-Air-Fare; Naher Oste) anbieten. Diese sollen für Germania-Geschädigte bis Ende Feber 2019 buchbar sein. Es ist hierbei darauf hinzuweisen, dass sich der von Lufthansa genannte Preis zuzüglich Steuern und Gebühren versteht, so dass je nach Airport noch erhebliche Zusatzkosten auf die Reisenden kommen können.

Condor bietet Betroffenen direkt am Airport Stand-by-Tickets um die Hälfte des regulären Flugpreises an. Dazu sollen sich Reisende an die Hotline wenden oder an den Schaltern an den Airports mit ihren Germania-Unterlagen vorsprechen.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan ist seit 2012 für Aviation Net zunächst als Redakteur und seit Oktober 2013 als Leitender Redakteur tätig. Zuvor war er bei Österreichischem Rundfunk und Österreichischem Wirtschaftsverlag redaktionell beschäftigt. Jan studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft und interessiert sich seit seiner Kindheit für Luftfahrt. Seine Spezialgebiete bei Aviation Net sind die Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region, Low-Cost-Airlines und Themen, die ausdauernde und tiefgehende Recherchen erfordern...

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