Flynext nimmt Flugbetrieb auf

Airline Projekt von Hans Rudolf Wöhrl geht in die Luft: Flynext nimmt den Betrieb, vorerst im Wetlease für Germania, auf.

Update: 02.06.2011, 06:15 Uhr.

Flynext-Airbus A319 in den Farben von Germania (Foto: Germania).

Unter der Flugnummer ST1492 rollte Freitagachmittag erstmals ein Jet der neuen Flynext - dem aktuellen Fluglinienprojekt von Hans Rudolf Wöhrl - zur Startbahn. Der Erstflug führte von Berlin-Tegel nach Kos und markierte den erfolgreichen Abschluss eines für die Luftfahrtbranche außergewöhnlich kurzen Gründungs- und Genehmigungsprozesses von nur fünf Monaten.

Flynext wird in diesem Sommer zwei Flugzeuge des Typs Airbus A319 betreiben. Ein Jet wird in Bremen, ein weiteres Fluggerät in den kommenden Monaten in Karlsruhe/Baden-Baden stationiert. Beide A319 sind zunächst exklusiv für die Berliner Fluggesellschaft Germania im Einsatz.

Flynext gehört zu Wöhrls INTRO Aviation GmbH. Der Unternehmer ist in der Branche kein Unbekannter: Er hat unter anderem im Jahr 2003 die dba übernommen und erfolgreich saniert.

Flynext verchartert Kapazitäten direkt an Veranstalter und Fluggesellschaften, die einen vorübergehenden Spitzenbedarf haben. Mittelfristig plant das Unternehmen, auch Flüge unter eigenem Namen durchzuführen und zu vermarkten.

Als Geschäftsführer sind Marcus Kaiser, ehemals geschäftsführender Gesellschafter des Businessjet-Anbieters Alpha Exec, sowie Peter Oncken tätig. Oncken war unter anderem in den Jahren 2006 und 2007 als CEO für die Fluggesellschaft LTU tätig.

Hans Rudolf Wöhrl, Inhaber der INTRO Group: "Es freut uns sehr, dass wir Alpha Exec innerhalb von nur fünf Monaten erfolgreich zum Charteranbieter Flynext umgebaut haben und ab heute im Auftrag der Berliner Fluggesellschaft Germania für renommierte Reiseveranstalter im Einsatz sind. Mit der erfolgreichen Restrukturierung von Alpha Exec haben wir bewiesen, dass es durchaus möglich ist, mit dem nötigen Branchenkenntnis innerhalb weniger Monate einen neuen Anbieter erfolgreich am Markt zu etablieren."

"Ähnlich wie bei der erfolgreichen Kooperation von gexx und dba vor gut 15 Jahren, treten Flynext und Germania heute gemeinsam am Markt auf, nutzen Synergien und können zusammen mehr erreichen, als dies jedem von uns alleine möglich wäre. Germania-Gründer Dr. Hinrich Bischoff hätte sich sicherlich sehr über unsere Kooperation gefreut. Ich bin jedenfalls seiner Familie sehr dankbar, dass sie heute mir das gleiche Vertrauen schenkt wie er mir damals", so Wöhrl weiter.

Die Flynext Luftverkehrs GmbH mit Sitz in Schwabach betreibt aktuell einen Jet vom Typ Airbus A319. Dieser trägt die Registration D-AHIL und fliegt in den Farben von Germania. Ein weiterer A319 wird in den kommenden Wochen in die Flotte integriert.

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