Flughafenfreunde Wien erkunden Sukhoi Superjet

Aeroflot lud zur Besichtigung ein.

Foto: Flughafenfreunde Wien.

Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer… Wer den Einheitsbrei auf Europas Luftfahrthimmel satt hat, dem konnte vor kurzem bei einer Flugzeugbesichtigung der besonderen Art geholfen werden.  Auch wenn es schon fast in Vergessenheit geraten ist, in der ehemaligen Sowjetunion wurden über viele Jahrzehnte hinweg einige der besten Flugzeuge der Welt produziert. Um an die glorreiche Luftfahrtgeschichte der vergangenen Tage anzuschließen, wurden in Russland während der letzten Jahre zahlreiche neue Zivilluftfahrtprojekte ins Leben gerufen. Als eines der Pionierprojekte des modernen russischen Flugzeugbaus gilt der Sukhoi SSJ 100, der im Jahr 2011 zu seinem ersten kommerziellen Linienflug abhob.

Zehn Mitglieder der Flughafenfreunde Wien und einige Vertreter der Reisebranche erhielten vor kurzem die Möglichkeit, am Flughafen Wien den 87-sitzigen Regionaljet aus russischer Produktion genauer zu besichtigen.

Corinna Preisinger (Aeroflot Sales) und Vadim Kolomychenko (Aeroflot Country Manager) luden die Teilnehmer zuvor noch zu einem Besuch in die JET Lounge am Flughafen Wien ein, bevor es zu später Stunde auf das Vorfeld des Flughafen Wien ging.

Aeroflot ist größter Betreiber des Sukhoi SSJ 100 Jets und hat im Juli den bereits 45.Jet aus einer Bestellung von 50 Flugzeugen übernommen. Ausgestattet ist das Flugzeug mit 12 komfortablen Business Class und 75 Economy Sitzplätzen. Trotz eines rundum gelungenen Flugzeugentwurfes, liegt die Zahl der verkauften SSJ 100 auch zehn Jahre nach dem Erstflug, hinter den Erwartungen des Herstellers. Bis Juli 2018 wurden 133 Flugzeuge an 12 Betreiber ausgeliefert. Der Wunsch des Produzenten nach einer erfolgreichen Vermarktung auch außerhalb Russlands, konnte trotz zahlreicher Joint-Ventures mit namhaften Firmen wie Boeing, Thales und dem französischen Triebwerkshersteller SNEMCA, nur bedingt umgesetzt werden.

Flughafenfreunde Wien Obmann Martin Dichler zum Event: "Der Sukhoi Jet kommt hauptsächlich innerrussisch zum Einsatz und ist nur relativ selten in Westeuropa anzutreffen. Umso mehr freue ich mich, dass Aeroflot uns die Möglichkeit geboten hat, dieses Flugzeug aus russischer Produktion in Wien besichtigen zu dürfen".

Autor: Martin Dichler
Martin Dichler ist Vorsitzender der Flughafenfreunde Wien und schreibt seit Jahren als freier Journalist für diverse Luftfahrt- und Reisemedien.

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