Flughafen Wien: Viel Neues bringt der Mai

Im Wonnemonat werden Details zu den anstehenden großen Bauprojekten am Airport bekannt gegeben.

Die beiden VIE-Vorstände Günther Ofner (links) und Julian Jäger stellten erste Details zu den neuen Bauprojekten vor (Fotos: Martin Metzenbauer).

Nach der nicht ganz skandalfreien Inbetriebnahme des früher als Skylink bezeichneten Terminal 3 hat sich die Flughafen Wien AG mit neuen Großprojekten Zeit gelassen. Absichtlich, wie es immer geheißen hat - um die Fehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Trotzdem kommt die Mannschaft des wichtigsten heimischen Flughafens jetzt nicht mehr daran vorbei, eine Reihe von größeren baulichen Themen in Angriff zu nehmen. So steht der alte Terminal 2 seit Monaten quasi leer, der Pier Ost ist bereits merklich in die Jahre gekommen und auch der Airbus A380 wartet auf eine attraktive und vor allem effiziente Parkmöglichkeit - Emirates hat ja schon mehrfach das Interesse bekundet, mit ihrem Flaggschiff nach Wien zu kommen.

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz im luftigen Ambiente des k47 in Wien wurden nicht nur die erfreulichen Zahlen des Vorjahres verkündet - auch ein vorsichtiger Blick auf diese anstehenden Projekte wurde gewährt. Genauere Details dazu wird es allerdings erst im Mai geben.

Fix ist dabei allerdings schon jetzt, dass drei Großprojekte in Angriff genommen werden: Am wichtigsten wird zweifellos der Neu- oder Umbau des Terminal 2 sein - wobei hier gerüchteweise eher eine Sanierung samt Zubau als ein kompletter Neubau kommen wird. Weiters wird der Pier Ost grunderneuert - neben einer optischen Auffrischung soll hier ähnlich wie beim westlichen Gegenstück eine zentrale Sicherheitskontrolle geschaffen und die Gastronomie neu gestaltet werden. Die zweigeschoßige Boardingmöglichkeit für den A380 wird ebenfalls beim Pier Ost gebaut. Und schließlich soll als Verbindung zwischen Pier Ost und Terminal 3 eine sogenannte „Süderweiterung“ errichtet werden.

Das alte Terminal 2 (links im Bild) sowie der Pier Ost (links darüber) werden umgebaut und erneuert.

Der finanzielle Rahmen für all diese Projekte, die zum Großteil wahrscheinlich ab 2018 verwirklicht werden, wird derzeit noch nicht genannt. Er soll aber laut VIE-Vorstand Julian Jäger „deutlich unter einer Milliarde Euro" liegen. Die Kosten für die A380-Adaptierung, die wahrscheinlich als erstes Teilprojekt am frühesten fertiggestellt sein wird, wurden bereits früher mit weniger als 10 Millionen Euro angegeben.

Bis zum Start dieser nächsten großen Bauphase möchte der Flughafen jedenfalls seine Schulden weiter abbauen, um dann guten Gewissens neue Finanzierungen aufnehmen zu können. „Wir wollen hier aber den Komfortbereich der Verschuldung nicht verlassen - diese wird nicht über dem Zweieinhalbfachen des EBITDA liegen“, erklärte dazu Jägers Vorstandskollege Günther Ofner. Dieses lag 2015 bei etwa 275 Millionen Euro.

Ein weiteres Großprojekt wird weiter auf sich warten lassen: Für die dritte Piste gibt es nach der bereits zehn Jahre dauernden Umweltverträglichkeitsprüfung noch immer keinen Bescheid - die beiden VIE-Vorstände lassen sich diesbezüglich auch auf keine Prognose mehr ein.

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