Flughafen Wien AG blickt auf erfolgreiches Halbjahr zurück

Deutliche Verbesserung der Finanzkennzahlen trotz Niki-Effekt.

Flughafen Wien (Foto: Martin Metzenbauer).

Trotz der Turbulenzen rund um die Air-Berlin-Gruppe und deren Österreich-Ableger Niki - die Airline zog ja bis auf fünf Flugzeuge ihre Flotte aus Schwechat ab - konnte die Flughafen Wien AG das erste Halbjahr 2017 durchaus positiv abschließen. Konkret sind in den ersten sechs Monaten die Umsatzerlöse der Gruppe um 3,4 Prozent auf 357,5 Mio. Euro gestiegen und das EBITDA hat sich um 3,9 Prozent auf 157,9 Mio. Euro verbessert (das H1/2016-EBITDA enthält dabei noch positive Einmaleffekte von 4,9 Mio. Euro). Das EBIT stieg um 2,4 Prozent auf 89,6 Mio. Euro und auch das Nettoergebnis konnte um 4,4 Prozent auf 60,1 Mio. Euro verbessert werden. Die Nettoverschuldung wurde von 355,5 Mio. Euro Ende 2016 auf 323,7 Mio. Euro reduziert. Der Free-Cashflow lag bei 78,7 Mio. Euro (H1/2016: 175,8 Mio. Euro).

Aktienkurs in 25 Jahren verfünffacht
"Auch im ersten Halbjahr 2017 setzt der Flughafen Wien seine positive Geschäftsentwicklung mit deutlichen Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis fort – und damit auch eine 25jährige Erfolgsgeschichte: Seit der Erstnotiz der Flughafen-Aktie vor 25 Jahren am 15. Juni 1992 haben sich der Börsenkurs und der Unternehmenswert verfünffacht. Auch der Standort wächst: Mit dem neuen Office Park 4 entstehen über 20.000 m² neue Büroflächen in der Airport City, die Planungen laufen bereits. Der Ausbau des Air Cargo Centers mit einer der größten Photovoltaik-Anlagen Österreichs wird bis Ende 2017 abgeschlossen sein und in der unmittelbaren Flughafen-Nachbarschaft entstehen mit makita, Cargo Partner und DHL drei neue Betriebsstandorte mit hunderten Arbeitsplätzen in der Region", erklärte Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

Mehr als vier Prozent Passagierwachstum am Flughafen Wien erwartet
"Trotz der Turbulenzen bei Air Berlin verläuft das Jahr 2017 für den Flughafen Wien positiv: Das Passagieraufkommen wächst kontinuierlich, vor allem die Regionen Osteuropa mit dem russischen Markt, der Nahe und Mittlere Osten und Afrika mit einigen Tourismusdestinationen legen wieder zu. Auch die Langstrecke entwickelt sich gut, so wird Thai Airways ab November 2017 eine neue Direktverbindung nach Bangkok aufnehmen. Auch wenn die aktuellen Entwicklungen bei der airberlin-Gruppe nicht erfreulich sind, so erwarten wir keine signifikanten negativen Auswirkungen auf das Gesamtpassagieraufkommen am Flughafen Wien. Wachstumstreiber in diesem Jahr sind vor allem Austrian Airlines, Eurowings und Easyjet, wodurch die Kapazitätsreduktionen bei der Air-Berlin-Gruppe überkompensiert werden können. Aufgrund der guten Passagierentwicklung verbessern wir unsere Prognose für das Jahr 2017 auf ein Passagierwachstum von mehr als 5 Prozent für die Flughafen-Wien-Gruppe und mehr als 4 Prozent für den Standort Wien", sagte Vorstandskollege Julian Jäger.

Starkes Wachstum auch in Malta und Kosice
In den ersten sechs Monaten 2017 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice mit insgesamt 14,0 Mio. Passagieren einen Passagierzuwachs von 9,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am Standort Wien stieg die Zahl der Fluggäste von Jänner bis Juni 2017 um 6,9 Prozent auf 11,2 Millionen Reisende an. Der Flughafen Malta verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2017 ein starkes Plus von 20,3 Prozent auf 2,6 Mio. Passagiere. Der Airport Kosice konnte im gleichen Zeitraum ebenfalls ein deutliches Passagierplus von 11,0 Prozent auf 186.224 Reisende vermelden.

Neues Incentiveprogramm wird im September vorgestellt
Zur Stärkung der Wachstumsperspektiven von Fluglinien am Standort Wien und zur langfristigen Absicherung des Hubs wird am Flughafen Wien ab 2018 ein neues Incentive-Programm, vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrates, eingeführt. Details dazu werden nach der September-Sitzung des Aufsichtsrates veröffentlicht.

Autor: Martin Metzenbauer
Herausgeber und Chefredakteur
Martin gründete 2004 aufgrund seines starken Luftfahrtinteresses Austrian Aviation Net. Er liebt das Fliegen und Reisen– und schreibt darüber natürlich auch gerne.

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