Fix: Darwin konzentriert sich auf ACMI-Geschäft

Linienflüge ab Lugano werden aufgegeben.

Saab 2000 (Foto: Darwin Airline S.A.).

Die Tessiner Regionalfluggesellschaft Darwin Airline stellte bereits vor einigen Wochen in Aussicht, dass man sich mit Ende 2017 aus dem Liniengeschäft auf eigene Rechnung verabschieden könnte und stattdessen nur noch Charter- und ACMI-Dienstleistungen anbieten werde. Nun sind die Würfel gefallen: Die Entscheidung ist nun fix.

Darwin Airline wurde unter anderem von ehemaligen Crossair-Piloten in Lugano als Regionalfluggesellschaft gegründet. Von Anfang an setzte man auf das Muster Saab 2000, das überwiegend aus Ex-Crossair-Beständen stammt. Eine großangelegte Expansion mit Etihad Airways als Großaktionär im Rücken scheiterte. Der Golfcarrier stieg im Sommer 2017 aus und die Muttergesellschaft von Adria Airways übernahm.

Für Darwin Airline hatte dies jedoch Konsequenzen, denn beinahe wäre man in den Sog der Insolvenzen von Air Berlin und Alitalia gezogen worden, da man für beide Airlines regelmäßig im Rahmen von ACMI-Verträgen flog. Klar ist aber, dass diese beiden Großkunden weggefallen sind. Der Linienflugbetrieb auf eigene Rechnung wurde bereits zuvor auf ein Minimum zusammengestrichen.

Buchungen werden für die Basis Lugano für den Zeitraum nach Dezember 2017 nicht mehr angenommen. Auch das saisonale Flugangebot ab Genf ist für den Sommerflugplan 2018 nicht buchbar. Der Carrier wird sich - wie berichtet - auf ACMI- und Charterdienstleistungen konzentrieren. Die Maschinen des Typs ATR72-500 sollen die Flotte verlassen, während die Saab 2000 weiterhin betrieben werden.

Unbestätigten Gerüchten nach soll es zwischen Adria Airways und Swiss diverse Gespräche über Wetleasemöglichkeiten geben. Beide Fluggesellschaften gehören der Star-Alliance an und Konzernschwester Austrian Airlines setzt bereits seit längerer Zeit immer wieder auf Wetleasegerät der Slowenen. Konkret könnte die Route Lugano-Zürich möglicherweise wieder von Darwin Airline bedient werden, wobei es eine offizielle Bestätigung dafür nicht gibt.

Autor: Jan Gruber
Leitender Redakteur
Jan interessiert sich seit seiner Kindheit für die Luftfahrt und ist seit 2012 Mitglied der Redaktion von Austrian Aviation Net. Sein Spezialbereich ist die Regionalluftfahrt.

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